Gott geht auf Schloss Tillysburg in Psychotherapie
ST. FLORIAN. Bei den Festspielen auf Schloss Tillysburg feierte am Sonntag das Stück „Oh mein Gott“ der israelischen Dramatikerin Anat Gov Premiere.

Lisa Wildmann und Nikolaus Büchel waren erstmals mit ihrem gemeinsamen Sohn Elias auf der Bühne zu sehen. Zur Handlung: Die Psychologin Ela (Lisa Wildmann), Mutter eines authistischen Buben, bekommt Besuch von einem neuen Klienten (Nikolaus Büchel). Dieser gibt sich als Gott aus. Ela hält den Mann für einen Spinner und möchte ihn loswerden, doch der seltsame Fremde weiß so viele Details aus ihrem Leben, dass sie stutzig wird und ihn doch therapiert.
Schrei nach Liebe
Im Zuge des Gespräches wird klar, dass Gott ein großes Problem mit einem seiner Geschöpfe hat - dem Menschen. Er sehnt sich nach Zuneigung, die er seiner Meinung nach aber nicht erhält. Ela, die sehr bibelkundig ist, macht Gott darauf aufmerksam, dass er keineswegs schuldlos an dem Liebesentzug ist und in der Vergangenheit oft zu hart mit den Menschen ins Gericht ging. In Gott keimen Selbstzweifel auf, und er lernt, seinen Zorn auf die Menschheit in den Griff zu bekommen.
Unterstützer gesucht
Seit drei Jahren gibt es den Freundes- und Förderverein der Festspiele Schloss Tillysburg. Dieser hat rund 80 Mitglieder. Neue Mitglieder, die den Verein entweder als Freund oder Förderer unterstützen, sind gerne gesehen. „Dem Freundesverein gehören Menschen an, die kulturbegeistert sind und hochqualitatives Theater in schönem und anspruchsvollem Ambiente erhalten wollen“, sagt Präsidentin Claudia Durchschlag.


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