Vernissage - Herbert Lippert und Ferdinand Reisinger in St. Florian
ST. FLORIAN. Einen unvergleichlichen Abend gab es vergangene Woche bei der Eröffnung der Ausstellung von Herbert Lippert und Ferdinand Reisinger im Stift St. Florian zu erleben.

Der Wiener Tenor Herbert Lippert ist für seine musikalische Karriere und für seine grandiosen Auftritte bekannt. Dass er nach seiner Jugendzeit bei den Wiener Sängerknaben seine künstlerische Karriere eigentlich im Bereich der Malerei geplant hätte und auch ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste begonnen hat, ist weniger bekannt. Seine künstlerische Biografie ist ungewöhnlich, denn zum Geldverdienen verschlug es Herbert Lippert ausgerechnet wieder zu den Sängerknaben – als Erzieher, und es dauerte nicht lange bis ihn der damalige Kapellmeister Professor Hans Gillesberger zum Vorsingen schickte und somit seine große Karriere auf den Bühnen der Welt ins Rollen brachte. Die Malerei blieb Leidenschaft, im Verborgenen, in der Heimat. Propst Johann Holzinger, der ein langjähriger Bekannter von Lippert ist, hat eine große Freude daran wie er sagt „die Leute zusammen zu bringen“ - und es fasziniert ihn „was sich dann oft aus solchen Begegnungen entwickelt.“ Geworden ist es eine außerordentliche Doppelausstellung mit nicht gezeigten Werken von Herbert Lippert und den neuesten Arbeiten von Ferdinand Reisinger, die er selbst als am ehesten mit „Intermezzo“ betiteln würde. Lippert: „Ferdinand Reisingers Bilder passen perfekt zu meinen Werken– in ihrem minimalistischen, starken Ausdruck sind sie eine wunderbar spannungsvolle Ergänzung.“ Unter den zahlreich erschienenen Gästen tummelten sich unter anderem Bürgermeister der Marktgemeinde St. Florian Robert Zeitlinger, Genussland-Hofrätin Maria Theresia Wirtl und Künstler Klaus Liedl. Bis zum 24. Juli ist die Ausstellung gegen telefonische Voranmeldung im Primizstock des Stiftes St. Florian zu besichtigen (07224 8902 10). Der Eintritt ist frei.


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