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ST. FLORIAN. Ein Zivilschutz-Notfallset zur besseren Vorbereitung auf Katastrophenfälle erhielt die Volksschule St. Florian, stellvertretend für 400 Pflichtschulen in Oberösterreich.

VS-Direktorin-Stv. Gabriele Stadler, OÖ Zivilschutz Präsident Michael Hammer, Landesrätin Christine Haberlander und St. Florians Bürgermeister Robert Zeitlinger (v. l.) Foto: OÖ Zivilschutz

In Anwesenheit von Bürgermeister Robert Zeitlinger betonten Landesrätin Christine Haberlander und Zivilschutzpräsident Michael Hammer bei der Übergabe an Volkschuldirektorin-Stellvertreterin Gabriele Stadler die Wichtigkeit der Krisenvorsorge: „Es ist wichtig, jederzeit auf Notfallsituationen vorbereitet zu sein. Dieses Bewusstsein wollen wir auch an den Schulen stärken.“

Förder-Aktion

Die Volksschule St. Florian ist eine von 400 Schulen, die seit Mitte November das Zivilschutz-Notfallset zum vom Land OÖ geförderten Sonderpreis bestellte und so ihre Schule sicherer machte. Die Förder-Aktion war befristet, Oberösterreichs Schulen können das Zivilschutz-Notfallset aber weiter beim OÖ Zivilschutz anfordern. Das Bildungsreferat des Landes OÖ unterstützte den OÖ Zivilschutz bei dem Projekt „Notfallset“, der damit den Schulen die Umsetzung eines neuen Landesschulrat-Erlasses erleichtern will. Laut dem Erlass sind vorbereitende Maßnahmen für den Katastrophenfall an den oberösterreichischen Schulen verpflichtend. Jede Schule muss über ein stromnetzunabhängiges Radiogerät, einen Vorrat von Kaliumjodidtabletten und Notfallbatterien verfügen. Außerdem müssen Hinweisschilder über den Lagerort der Kaliumjodid-Tabletten und Info-Tafeln über die Zivilschutz-Warn- und Alarmsignale im Gebäude angebracht werden.

Sicherheitsprodukte: Notfallbox und Vorratstasche

Das Zivilschutz-Notfallset besteht aus einer Zivilschutz-Notfallbox und der Zivilschutz-Bevorratungstasche.

Die Notfallbox beinhaltet ein Notfallradio mit LED-Lampe und Signalleuchte, das mittels Dynamo betrieben werden kann und zwei Kurbel-Taschenlampen. Mit diesen Produkten ist eine batterie-unabhängige Notbeleuchtung und Informationsversorgung möglich. Zur Notfallbox gehören außerdem Klebebänder zum Abdichten von Fenstern bei Strahlenbelastung und diverse, vom OÖ Zivilschutz und Bundesministerium für Inneres entwickelte, Hinweistafel und Aufkleber, die für das richtige Verhalten im Krisenfall in der Schule aufgehängt werden sollen. In der Box sind zudem eine Zippfolie zur Aufbewahrung von wichtigen Notfalldokumenten und diverse Checklisten.

Die Zivilschutz-Vorratstasche ist zum Lagern von Notfall-Lebensmitteln gedacht ist. Auf der Tasche befinden sich Hinweise zum richtigen Bevorraten, die Notrufnummern, die Zivilschutz-Sirenensignale, Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie Informationen zum richtigen Anwenden eines Feuerlöschers und zum richtigen Verhalten bei atomarer Verstrahlung.

Mit dem Kauf eines Zivilschutz-Notfallsets erhalten die Schulen auch einen Gutschein für eine kostenlose Strahlenschutzberatung. Außerdem steht der OÖ Zivilschutz den Schulen für Vorträge zur Verfügung – egal ob für Lehrer, für Eltern oder für Schüler.

Zusammenarbeit

„Selbstschutz ist der beste Schutz. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit dem Bildungsreferat des Landes und dem Landesschulrat, damit sich Oberösterreichs Schulen mit einfachen Mitteln auf solche Krisenfälle vorbereiten können, egal ob es sich um einen Atomunfall, eine Naturkatastrophe oder auch um einen längerfristigen, großflächigen Stromausfall, einen sogenannten Blackout handelt“, sagt OÖ Zivilschutz-Präsident Michael Hammer.

Nähere Informationen gibt es auf der Homepage www.zivilschutz-ooe.at.


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