HLBLA Schüler präsentieren ihre Diplomarbeit
ST. FLORIAN. Im Rahmen der Reife- und Diplomprüfung sind seit Einführung der neuen Prüfungsordnung alle Schüler der Abschlussklassen gefordert, eine Diplomarbeit zu verfassen. An der HLBLA St. Florian handelt es sich dabei vorwiegend um Arbeiten in Teams bestehend aus zwei bis drei Personen. Im Zuge der abschließenden Prüfungen wurden von den Maturanten diese Arbeiten präsentiert.

Die Aufgabenstellungen der Diplomarbeiten sind komplex und fordernd, schließlich soll damit wissenschaftliches Arbeiten erlernt werden. Ein wesentlicher Bestandteil dieser umfassenden schriftlichen Arbeit ist ein praktischer Teil, sehr häufig in Form einer Versuchsanlage aus den Bereichen Pflanzenbau, Forstwirtschaft oder Nutztierhaltung.
Die Diplomarbeiten
Insgesamt wurden 25 Diplomarbeiten präsentiert. Das Spektrum der Themen war äußerst vielfältig:
Die Auswirkungen der Eisen- und Selenversorgung sowie der Biestmilchqualität auf die Tiergesundheit der Kälber wurden von Vanessa Sitter und Johanna Schmitzberger-Schiefermaier unter die Lupe genommen.
Ob Hirse sich im Alpenvorland als Alternative zu Silomais eignet haben sich Johannes Eder und Florian Hölzl gefragt und dazu eine passende Versuchsanordnung gewählt.
Den Einfluss von Kalk und Gips auf verschiedene Parameter im Dauergrünland testeten Karl Aigner und Michael Baschinger.
Verschiedene Pflanzverfahren in der Forstwirtschaft wurden von Paul Ammer und Simon Scharrer genauer betrachtet und einer Effizienzanalyse unterzogen.
Christoph Hirnschrodt und Michael Lehner fassten die aktuelle Problematik des eingewanderten Asiatischen Laubholzbockkäfers für Oberösterreich zusammen und auch die Zunahme der Biberpopulation in unserem Bundesland wurde exemplarisch betrachtet – Reinhold Beck und Bernhard Lindner untersuchten deren Auswirkungen auf die Land- und Forstwirtschaft.
Professionell präsentiert
Alle Maturanten haben gekonnt und auf professionelle Art und Weise ihr Wissen präsentiert. Besonders hervorgehoben müssen allerdings jene Arbeiten werden, die von einer Fachjury mit Geldpreisen bedacht wurden, gesponsert vom Absolventenverband der HLBLA St. Florian, dem Elternverein, der Raiffeisen-Landesbank OÖ, der Landwirtschaftskammer OÖ, der Raiffeisenware Austria, der Berglandmilch, dem OÖ Biomasseverband, der Hagelversicherung und dem Maschinenring OÖ:
Mathias Kastenhuber, der in seiner Arbeit Stickstoffdüngungsversuche bei Winterweizen mit dem Ziel einer ertrags-, qualitäts- und umweltorientierten Produktion unter Zuhilfenahme des N-Pilots behandelte, wurde mit dem 1. Preis ausgezeichnet.
Der zweite Preis ging an Andreas Windhager für seine Arbeit über Parasitenmanagement bei Ziegen.
Georg Holzinger wiederum beschäftigte sich mit den Auswirkungen unterschiedlicher Fungizid-Strategien auf den Ertrag und die Rentabilität des Zuckerrübenanbaus im oberösterreichischen Zentralraum. Dafür wurde er mit dem 3. Preis ausgezeichnet.
Der 4. Platz ging schließlich an drei Arbeiten: Markus Klaffenböck und Juliane Reif untersuchten den Einfluss von unterschiedlichen Saug- und Absetzferkelfütterungskonzepten auf die Ferkelentwicklung und die Wirtschaftlichkeit der Ferkelproduktion. Thomas Holzleitner und Andreas Spitzer beschäftigten sich in ihrer Diplomarbeit mit dem Einsatz der Wühl- und Leckmasse „PIGLYX“ in der Ferkelaufzucht. Und Lukas Edtbauer und Paul Wallner behandelten den Forststraßenbau in OÖ und dessen Auswirkungen auf die Waldpflegeintensität im bäuerlichen Kleinwald am Beispiel der Bringungsgenossenschaft Gmundnerberg.


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