Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ST.FLORIAN. Referatsleiter Thomas Wallner konnte am 4. Dezember gut 200 Personen zur  Boden.Wasser.Schutz.Beratungs-Tagung in der HLBLA St. Florian begrüßen. 

Landesrat Elmar Podgorschek, Landtagsabgeordnete Maria Buchmayr und landtagsabgeordneter Wolfgang Stanek wiesen in ihren Begrüßungsworten auf die Bedeutsamkeit des Erosionsschutzes hin. Der Schutz von Boden und Wasser sei von essentieller Wichtigkeit und könne nach leider negativen Ereignissen aus den Vorjahren nur gefördert und unterstützt werden – darüber sseien sich die Ehrengäste einig. Für Direktor Hubert Fachberger (HLBLA St. Florian) begründen Boden und Wasser die landwirtschaftlichen Grundlagen des Wohlstandes.

Volker Prasuhn

Der erste Vortragende Volker Prasuhn (Agroscope, Zürich) beschäftigt sich mit Erosionslangzeitstudien. Nach seinen Erkenntnissen könne eine Sensibilisierung mit Beratung und ein innovativer Maschineneinsatz (konservierende Bodenbearbeitungsverfahren) zu einer enormen Verringerung des Bodenabtrages führen.

Sarah Höfler und Gerold Hepp

Sarah Höfler (Firma Blattfisch, Wels) bearbeitete in einer Studie die Erosionsfolgeschäden. Der stark ansteigende Feinsedimentanteil in Oberösterreichs Flusslandschaft – dessen Ursache die Bodenverlagerung darstelle – begünstige die Versandung und erhöhe den Nährstoffgehalt. Es entstehen dadurch negative Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum und den Lebensraum von Kleinlebewesen und Fischen. Ein Lösungsansatz zur Verringerung des Nährstoffaustrages könne die Schaffung von Randstreifen darstellen, meint Gerold Hepp (TU Wien). Hepp erklärte die Funktionsweise eines solchen Streifens, besprach aber auch dessen Grenzen und Möglichkeiten der Weiterentwicklung.

Max Kuderna 

Woher stammen die verschiedenen Nährstofffraktionen in Fließgewässern und welchen Einfluss übt die Landwirtschaft aus? Diese Frage beschäftigte Max Kuderna (wpa Beratende Ingenieure GmbH, Wien). Seine Ausführungen behandelten weiter die Quellen und Eintragspfade des eher lokal begrenzten Nitrat- und des regional sehr verbreiteten Phosphorgehaltes, dessen Problematik in letzter Zeit rasant zunimmt.

Robert Brandhuber 

Zum überregionalen Informationsaustausch trug Robert Brandhuber (LfL Freising, Bayern) mit seinen Lösungsansätzen und Verbesserungsmaßnahmen bei. Eine Kopplung des flächigen und linearen Erosionsschutzes sei nötig, bedarfsweise ergänzt mit Filter- und Rückhaltestrukturen vor allem vor Siedlungen und gefährdeten Bereichen, um Schäden abzuwenden.

Bernhard Winkler und Ferdinand Böhm

Mit den praktischen Erfahrungsberichten von den Landwirten Bernhard Winkler und Ferdinand Böhm wurde die Tagung abgerundet. Winkler stellte seinen Betrieb vor und zeigte bildhaft, mit welchen Herausforderungen und Überlegungen er seine Arbeit durchführt. Böhm war als Ortsbauernobmann intensiv mit der Schaffung des Erosionsschutzprojektes der Gemeinden Langenstein, St. Georgen/G. und Luftenberg beschäftigt und stellte dieses vor. Weitere Informationen über die Boden.Wasser.Schutz.Tagung und die Tagungsunterlagen sind hier zu finden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden