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OÖ. Der oberösterreichische Landesjagdverband warnt, dass Rebhuhn, Feldhase, Kiebitz und Co. aussterben könnten. Deshalb fordert der Verband eine Lockerung der Abschussregelungen für Raubwildarten.

  1 / 3   Christopher Böck, Geschäftsführer des OÖ. Landesjagdverbandes, Herbert Sieghartsleitner, Stv. Landesjägermeister OÖ und Volkmar Angermeier, Landesjägermeister Stv. und Bezirksjägermeister von Eferding fordern Maßnahmen, um Niederwild wie das Rebhuhn zu schützen. Foto: OÖLJV

Die Entwicklung der Wildbestände lässt sich an der Abschuss-Statistik ablesen. Während die Zahl der Abschüsse in den letzten zwanzig Jahren bei Feldhase, Fasan und Rebhuhn in Oberösterreich stark gesunken ist, ist die Zahl der geschossenen Füchse und Marder deutlich gestiegen. „Gründe dafür sind der Verlust des Lebensraums und der erhöhte Raubwilddruck. Raubwildtiere können sich veränderten Umständen besser anpassen“, sagt Volkmar Angermeier, oö. Landesjägermeister-Stellvertreter und Eferdinger Bezirksjägermeister.

Die Abschuss-Statistik unterliegt jährlichen Schwankungen. Im Jagdjahr 2016/17 lag die Zahl der geschossenen Hasen in Oberösterreich bei rund 30.300, vor 15 Jahren waren es etwa doppelt so viele. 2016/17 wurden rund 14.400 Fasane geschossen, zehn Jahre zuvor waren es dreimal so viele. Beim Rebhuhn sind die Abschusszahlen extrem gesunken. 2016/17 wurden in ganz Oberösterreich nur 59 Rebhühner geschossen, rund zehn Jahre zuvor waren es etwa zehnmal so viele. Noch vor fünfzig Jahren wurden noch stolze 18.737 Rebhühner geschossen.

So stark die Zahl dieser Abschüsse gesunken ist, so stark ist die Zahl der Abschüsse bei Füchsen und Mardern gestiegen: Vor vierzig Jahren gab es nur halb so viele geschossene Füchse wie 2016/17. In den vergangenen zehn Jahren wurden jährlich rund 8.000 Füchse geschossen. Bei den Mardern schwanken die Abschusszahlen seit 15 Jahren zwischen 4000 und 5000 Stück.

Maßnahmen gefordert

 Angermeier, Christopher Böck, Geschäftsführer des Landesjagdverbands OÖ, und Landesjägermeister-Stellvertreter Herbert Sieghartsleitner fordern, dass die Gesetze zum Totalschutz von Prädatoren gelockert werden. Der Totalschutz dürfe nicht in Stein gemeißelt sein, einige Gesetze seien schon 50 Jahre alt.

Der Jagdverband appelliert auch an die Politik, entsprechend zu reagieren und Gesetze anzupassen. Konkrete Gespräche gebe es noch nicht. Böck nimmt auch die Jäger in die Verantwortung. „Unsere Jäger müssen ihre Hausaufgaben erfüllen, auch wenn die Jagd gewisser Tiere schwierig ist“, sagt Böck.


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