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Existenz und Rückbindung: Ausstellung Manfred Hebenstreit im Stift St. Florian

Rafael Haslauer, 05.09.2018 12:19

ST. FLORIAN. Vieldeutig ist der Titel der aktuellen Ausstellung in den Räumen des Stiftes St. Florian. Und wenn der Maler Manfred Hebenstreit immer wieder von „Malerei als Energie“ spricht, dann werden hier bereits fundamentale Aspekte von Existenz angesprochen: Lebendigkeit, Kraft und Reflektion über Alles was das Leben ausmacht.
 

Foto: Pia Odorizzi
Foto: Pia Odorizzi

Der im vergangenen Jahr verstorbene Theologe, Kunsthistoriker und Sammler Günter Rombold brachte es so auf den Punkt: „In diesen Bildern werden Gegensätze ausgetragen: zwischen Hell und Dunkel, Oben und Unten, Vordergrund und Raumtiefe. Sie leben aus der Spannung von Zeichnerischem und Malerischem. Die Zeichensprache Hebenstreits, die zunächst als Aktion erscheint, wird als Reaktion erkennbar. Reaktion auf menschliche Begegnungen und Konflikte, auf die Jahreszeiten und ihre Farben. Das Entgegengesetzte passt zusammen, aus dem Verschiedenen ergibt sich die schönste Harmonie. Es ist in Malerei umgesetzte Lebenserfahrung.“

Die Welt als Gemälde

Die Kontraste zwischen Europa und Asien beschäftigen Manfred Hebenstreit nachhaltig. Seit Jahren reist der Maler nach Indien. Dort entstehen in regelmäßiger Folge Fotos und Bilderserien zu verschiedenen Themen, wie jüngst zum Beispiel Köpfe von Heiligenfiguren. Die Farbenpracht der indischen Festkultur mit ihrer exotischen Götterwelt wurde inzwischen zum markanten Teil des Hebenstreit-Werkes (das verraten Titel wie „Indien Barock“ oder „Indisch-Rot“). Gerade die Hinwendung zum Höheren in Indien interessiert den Maler und so haben die vielen Rituale und religiösen Zeremonien zu Ehren unzähliger hinduistischer Wesenheiten ihren Widerhall in seiner Kunst gefunden. Auch christliche Bezüge finden sich hier seit Neuestem.

Öffnungszeiten 

Neue noch unbekannte Facetten des Werkes von Manfred Hebenstreit bilden kleine figürliche Aquarelle und bemalte Spiegelgroßformate mit dem Titel „Maya“. Die aktuelle Ausstellung zeigt aber auch jüngste Werkserien mit landschaftlich-abstrakten Anklängen unter dem Titel „Sichtungen“, „Landflucht“ und „Terra Aeterna“. Wie sich Hebenstreits „in Malerei umgesetzte Lebenserfahrung“ zeigt, ist vom 20. September bis zum 11. November im Primizstock (zweiten Stock des Gästehauses) des Stiftes St. Florian zu sehen. Die Ausstellungseröffnung findet am 20. September 2018 um 19 Uhr im Altomontesaal statt. Die Ausstellung ist an den Wochenenden bis einschließlich 11. November 2018 geöffnet: Samstags von 14 bis 17 Uhr und sonn- und feiertags von 9 bis 12 Uhr.


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