Serenade: Harmoniemusik auf historischen Instrumenten im Stift St. Florian
ST. FLORIAN. Für die Bläserserenade mitten in der Blumenpracht des Wonnemonats öffnet das Stift St. Florian erstmals und exklusiv einen sonst privaten Bereich ihrer Gartenanlagen. Das Konzert findet am 18. Mai um 19 Uhr im Kapitelgarten statt. Bei Schlechtwetter im Altomontesaal.

Harmoniemusikensembles waren um 1800 bedeutende Kulturträger in Österreichs Städten und Klöstern. Derartige Bläser-Ensembles spielten Werke berühmter Komponisten wie Wolfgang Amadé Mozart und Ludwig van Beethoven, aber auch Unterhaltungsmusik heute kaum mehr bekannter Tonschöpfer. Das vorliegende Programm stellt herausragende Kompositionen für unterschiedliche Bläserbesetzungen in den Mittelpunkt, die größtenteils einen Bezug zum oberösterreichischen Musikleben haben.
Franz Asplmayr und Adam Joseph Emmert
Der unter anderem am Kärntnertortheater in Wien als Ballettmusik-Komponist tätige Franz Asplmayr wurde 1728 in Linz geboren und erhielt auch hier seinen ersten Unterricht auf der Violine. Adam Joseph Emmert gehörte in Salzburg zum Kreis der Freunde und Schüler Michael Haydns, betrieb die Musik jedoch nur als Dilettant – seinen Lebensunterhalt verdiente er erst als fürstlich erzbischöflicher Beamter in Salzburg, später als Archivar des k.k. geheimen Haus- und Hofarchivs in Wien.
Georg Druschetzk und Ignaz Malzat
Mit Georg Druschetzky, der zwischen 1777 und 1783 in Linz als „bestallter Landschaftspauker“ angestellt war, prägte ein überaus erfolgreicher Harmoniemusik-Komponist das Musikleben in der Landeshauptstadt. Der Oboist und Komponist Ignaz Malzat pflegte Kontakte zum Stift Kremsmünster, wo auch eine Abschrift seiner heute erklingenden Parthia in Es-Dur erhalten ist.


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