Getreideernte - Lohnunternehmen ernten hochwertige Lebensmittel
ST. FLORIAN. Die Vereinigung Lohnunternehmer Österreich (VLÖ), mit Sitz in St. Florian, informiert über die Getreideernte für hochwertige Lebensmittel.

Der Weizen gilt in unseren Breiten als Hauptkultur für die Erzeugung von Nahrungsmitteln und zur Gewinnung von Qualitätsmehlen. Daraus werden verschiedene Backwaren wie Brot, Gebäck und Süßigkeiten, aber auch Nudeln und andere Produkte hergestellt.
Die Ernte
Die Weizenernte wird in den Getreideanbaugebieten Österreichs im Zeitraum von Mitte Juli bis Anfang August durchgeführt. Bei Erreichen der Druschfeuchte von unter 15 Prozent Wassergehalt soll das Getreide möglichst rasch und schonend abgeerntet werden. Es geht hier darum, bei der Ernte eine hohe Qualität (Backqualität für Mahlweizen, Futterqualität für Futterweizen) sicherzustellen. Die stark wechselnden Wetterverhältnisse und immer wieder auftretende Gewitterregen in diesem Sommer erschweren den Getreidedrusch. Bedingt durch niedrige Erzeugerpreise stehen die Getreidekulturen unter einem besonders starken Kostendruck. Dieser Druck wirkt sich auf den gesamten landwirtschaftlichen Sektor aus.
Schlechtes Wetter
Die Erntesaison 2016 gestaltet sich schwierig, denn in den letzten Wochen herrschte ein sehr wechselhaftes Wetter mit gebietsweise hohen Niederschlägen. Daraus resultieren kurze Erntefenster für optimale Bedingungen. Genau an diesen Tagen müssen die Mitarbeiter mit ihren Maschinen Überdurchschnittliches leisten. Die hohen Niederschläge und der Gewitterregen ermöglichen die Arbeit nur bei entsprechender Befahrbarkeit der Felder. Hierfür werden Mähdrescher mit Breit- und Niederdruckbereifung oder mit Bandlaufwerk (Gummiband anstelle des Vorderreifens) ausgestattet. Die Landwirte wünschen sich diese Maschinen, da eine gute Bodenschonung und die Vermeidung von Verdichtungen an Bedeutung gewinnen. Bei den kurzen Erntefenstern sollen die Arbeiten auch optimal geplant und in der Logistik effizient abgewickelt werden. An Schönwettertagen müssen die Fahrer von den Erntemaschinen die volle Leistungsfähigkeit abrufen können. Deshalb benötigen sie spezielle Schulungen und Unterweisungen.
Effizient und Kostengünstig
Lohnunternehmen (LU) ernten mit schlagkräftigen Mähdreschern das Getreide und sorgen für eine effiziente und kostengünstige Arbeitserledigung. Über 40 Prozent der Getreideflächen in Österreich werden heute von LU geerntet. Der Anteil ist weiter steigend, da beim vorherrschenden Kostendruck in der Landwirtschaft die investierten Maschinen laufen und hohe Auslastungen erzielen müssen.
Allgemeine Beschreibung zu land- und forstwirtschaftlichen Lohnunternehmen
Land- und forstwirtschaftliche Lohnunternehmen (LU) sind Dienstleister im ländlichen Raum für die Land- und Forstwirtschaft. Sie erledigen gegen Rechnung die verschiedensten Arbeiten, vor allem in der Außenwirtschaft der Betriebe, z. B. Anbau, Ernte, Düngung, Pflanzenschutz, Bodenbearbeitung, Holzschlägerung und –bringung, Hackguterzeugung, usw. Für die Auftraggeber (Land- und Forstwirte) lohnt es sich, die Dienste von Lohnunternehmen in Anspruch zu nehmen, wenn sie selbst nicht über die benötigten technischen Geräte, die Arbeitskapazitäten oder das Know-how verfügen. Beispielsweise verfügen kleinere und mittlere landwirtschaftliche Betriebe üblicherweise nicht über Mähdrescher oder Feldhäcksler. Sie nutzen daher bei der Getreide- oder Futterernte die Dienstleistungen von Lohnunternehmen. Diese Unternehmen arbeiten mit land- und forstwirtschaftlichen Maschinen auf land- und forstwirtschaftlichen Betrieben und sind nach dem Gewerberecht gewerblich tätig.


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