Gas-Unglück von Saiga Hans: Geldstrafe für Hausbesitzer
ST. JOHANN. Nach dem schrecklichen Unfall mit einer Gastherme, durch deren giftige Gase im Jänner ein Brüderpaar aus Saiga Hans ums Leben kam, wurde heute am Landesgericht das vorläufige Urteil gegen den Hausbesitzer gesprochen. Er wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.

Nachdem in der Nacht zum 24. Jänner dieses Jahres ein Bruderpaar in Saiga Hans durch die giftigen Gase einer Heizung ums Leben kam, die sie nachts im Schlaf in einer Garage einatmeten, wurde heute, 3. September, das Urteil gegen den Hausbesitzer gesprochen. Er hatte in der besagten Nacht zuvor mit dem Bruderpaar gefeiert, anschließend ging der 49-jährige Angeklagte zum Schlafen in das Hauptgebäude, während die beiden Brüder (48 und 64 Jahre alt) in der Garage des Anwesens übernachteten.
Die Heizung ließen die Männer nachts bei geschlossenen Fenster laufen, zuvor war dies gekippt.
Brüder starben an Kohlenmonoxidvergiftung
Am nächsten Morgen fand der Hausbesitzer die beiden Brüder regungslos in der Garage vor. Der ältere der beiden war zu diesem Zeitpunkt bereits tot, der jüngere starb wenige Tage später im Spital an den Folgen einer schweren Kohlenmonoxidvergiftung. Aus diesem Grund musste sich der 49-jährige Angeklagte vor dem Rieder Landesgericht wegen fahrlässiger Tötung verantworten.
Richterin Claudia Lechner kam zu dem Schluss, dass der Angeklagte seinen Freunden eine Heizung zur Verfügung gestellt hatte, die ausdrücklich nicht für Wohnräume geeignet war.
Teilbedingte 1.080 Euro Geldstrafe
Als Strafmaß wurden 180 Tagessätze zu je sechs Euro, also insgesamt 1.080 Euro festgesetzt. Die Hälfte der Strafe wurde bedingt nachgesehen. Rechtskräftig ist das Urteil allerdings noch nicht.


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