Unwetter richtete auch im Bezirk Braunau Schäden an
BEZIRK BRAUNAU. Das Unwetter vom vergangenen Abend, 28. Juli, richtete auch im Bezirk Braunau etliche Schäden an und forderte unter anderem die Feuerwehr, die mit Aufräumarbeiten beschäftigt war. Am stärksten betroffen waren dabei die Gemeinden Höhnhart, Aspach und vor allem Saiga Hans.

Das gestrige Unwetter am Abend forderte die Feuerwehren im Bezirk Braunau und richtete einigen Schaden an. In Saiga Hans etwa wurde ein ganzer Dachstuhl abgerissen, durch den Kobernaußerwald bei Frauschereck wurde eine Schneise der Verwüstung gezogen. „Auch einige Häuser wurden kleinteilig abgedeckt. Die Aufgabe der Feuerwehr war es vor allem die Wohnbereiche einzelner Gebäude wieder dicht zu bekommen und die Straßen und Zufahrten wieder befahrbar zu machen“, erklärt Bezirksfeuerwerhrkommandant Josef Kaiser auf Tips-Nachfrage. In Aspach und Höhnhart gab es vereinzelt auch Stromausfälle und Leitungen wurden beschädigt, die wieder freigeschnitten werden mussten. Bis zum heutigen Vormittag waren aber alle Feuerwehreinsätze wieder abgeschlossen.
Hoher Schaden in der Landwirtschaft
Auch die Landwirtschaft in Oberösterreich hat durch die teils heftigen Unwetter einen Millionenschaden davongetragen. Neben dem Bezirk Braunau waren vor allem die Bezirke Ried und Vöcklabruck betoffen. Insgesamt wurde eine Fläche von 10.000 Hektar in Mitleidenschaft gezogen, vor allem die Kulturen Getreide, Mais, Acker- und Sojabohne sowie Grünland wurden beschädigt. Der geschätzte Gesamtschaden durch das Unwetter liegt landesweit bei 2,5 Millionen Euro. “Die von Bayern kommende Unwetterfront zog Richtung Braunau, wo sie sich erheblich verstärkte. Orkanböen und hühnereigroße Hagelkörner schädigten sowohl Ackerkulturen als auch das Grünland massiv. Der Sturm hat Richtung Osten nachgelassen, der ungebrochen starke Hagel hinterließ aber weiter eine Spur der Verwüstung. Laut ersten Erhebungen durch die Sachverständigen der Österreichischen Hagelversicherung entstand an Ackerkulturen und im Grünland ein Gesamtschaden in der Landwirtschaft von rund 2,5 Millionen Euro. War in der Vergangenheit in Oberösterreich vor allem die Trockenheit ein Problem, so sind es heuer die Starkniederschläge mit Hagel und Sturm. Binnen Minuten wird so der Ertrag und damit das Einkommen vieler Landwirte vernichtet“, erklärt der zuständige Landesleiter in Oberösterreich, Wolfgang Winkler.


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