Von Schicksalsschlägen über Pisa zu Freibier: St. Leonhards Hauptplatz ist fertig

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Margareta Pittl Online Redaktion, 19.10.2019 16:50 Uhr

ST. LEONHARD. Im Juli 2017 wurde der erste Spatenstich für den neuen Hauptplatz in St. Leonhard gemacht. Rund zwei Jahre, zig Baubesprechungen und die ein oder andere Posse später konnte heute, 19. Oktober, mit einem großen Festakt die Fertigstellung gefeiert werden.

Fast 170 Jahre lang prägte eine Kastanienallee im Herzen St. Leonhards das Ortsbild. 2015 setzte ein Pilzbefall den 1852 gepflanzten Kastanienbäumen ein Ende. Sie mussten gefällt werden. „Das war ein Schicksalsschlag für uns“, blickte VP-Bürgermeister Hans-Jürgen Resel bei den Eröffnungsfeierlichkeiten zurück. Mit der Schlägerung der alten Bäume wurde ein Bürgerbeteiligungsprozess zur Neugestaltung des Ortskerns ins Leben gerufen. 

Ein Jahrhundertprojekt

Hinter St. Leonhard liegen bewegte vier Jahre, der Bau eines neuen Hauptplatzes sorgte immer wieder für Zündstoff und Diskussionen. „Nun ist es so weit, der Marktplatz der Lebensfreude ist eröffnet“, zeigte sich Ortschef Resel über den Abschluss der Arbeiten glücklich. Rund zwei Millionen Euro investierte die Gemeinde, nicht nur die Oberfläche wurde einem Makeover unterzogen, auch der Untergrund mitsamt den notwendigen Leitungen wurde erneuert. „Es ist ein Jahrhundertprojekt. Mit ihm haben wir den Turnaround in unserer Gemeinde geschafft“, betonte Resel und machte darauf aufmerksam, dass insgesamt rund 10 Millionen Euro in den Hauptplatz geflossen seien, denn auch zahlreiche private Anrainer hätten im Sog der Hauptplatz-Bauarbeiten saniert. So seien 40 neue Wohnungen und zahlreiche neue Geschäftsflächen entstanden. 

Kreisverkehr und „Pisaplatzerl“

Der neuralgische Verkehrsknotenpunkt bei der Volksbank wurde mit einem Kreisverkehr entschärft, neue Bäume sollen das Flair einer Allee wieder zum Leben erwecken. Historische Elemente, wie der Ochsen-Anbinder, der Pranger und die Familiensäule blieben trotz Umbau erhalten. Insbesondere letztere sorgte während der Bauarbeiten für Schlagzeilen, an sie wusste auch Projektkoordinator und VP-Gemeinderat Gerhard Dragovits bei den Feierlichkeiten zu erinnern. „Für mich ist der Platz rund um die Familiensäule jetzt das Pisaplatzerl“, so Dragovits augenzwinkernd und rekapitulierte auf der Bühne den im Frühjahr im Gemeinderat entbrannten Streit darüber, ob die Säule schief stehe oder nicht.

Freibier und Würstel

Offiziell eröffnet wurde der neue Hauptlatz von VP-Landesrat Martin Eichtinger, er gratulierte St. Leonhard zu seinem „historischen Tag“, den man mit Freibier, Würsteln und Live-Musik ausklingen ließ. 

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