1000 und 1 Runde - der Weltrekordversuch des Walter Pöll
ST. MARIENKIRCHEN/HOFKIRCHEN. 1001 Runden, jede davon 716 Meter lang – diese Strecke innerhalb 24 Stunden zu fahren hat sich Walter Pöll aus St. Marienkirchen an der Polsenz vorgenommen. Schafft er es, wäre er der neue Weltrekordhalter des 24-Stunden-Outdoor-Track für über 50-Jährige. Am 1. Juli um 10 Uhr startet der leidenschaftliche Radfahrer, der auch Mitglied beim Radclub Grieskirchen ist, beim Gelände der ETA in Hofkirchen an der Trattnach.

„1001 Runden, fast wie 1001 Nacht“ meint Walter Pöll. Es ist aber keineswegs ein Märchen, das er erzählt. Er hat großes vor: Der Weltrekord soll es werden. Der aktuelle Rekord steht bei 716,005 Kilometern und wird vom Spanier Eugenio Gómez Álvarez gehalten, aufgestellt im Oktober 2016.
Der Traum
„Mein persönliches Ziel wären 720 Kilometer, denn dann würde ich als über 50-Jähriger einen 30 km/h-Schnitt schaffen. Das ist die Schallmauer, das wäre ein Traum, wenn mir das gelingt“, sagt Walter Pöll. Die Vorbereitung für den Weltrekordversuch ist das Um und Auf. Neben körperlichem Training müsse man laut Pöll vor allem das Unterbewusstsein auf den Erfolg programmieren. „Man denkt 24 Stunden lang ans Ziel, hat die Zieleinfahrt vor Augen und so hantelt man sich dann nach vorne“, erklärt der Radfahrer.
Mit Willenskraft Probleme bewältigen
So manche „Problemchen“, die während des Fahrens auftreten könnten, müsse man mit Willenskraft bewältigen. Da helfe es in die Zukunft zu blicken: „Man muss sich am Ziel selbst sehen können“, meint Pöll. Wenn der Radfahrer zwölf Stunden lang über 32 km/h schafft, dann hätte er gute Chancen, dass es mit dem Weltrekord klappt. Entscheidend sei aber die Zeit zwischen der zwölften und der 18. Stunde. In dieser Zeit könnte es zu Komplikationen kommen. „Wenn die Probleme kommen, und sie werden kommen, muss man sie bewältigen, ansonsten will man das Ziel gar nicht erreichen. Dann war einem das Ziel nicht so wichtig“, meint der Sportler.
Wenn Muskeln keinen „Sprudel“ mehr haben
Problematisch könnte es werden, wenn „ich nicht mehr essen oder trinken kann. Dann weiß ich, dass die Muskeln keinen Sprudel mehr haben. Das ist meine größte Angst, dass es daran scheitern könnte“, so der Samareiner, der während des 24-Stunden-Rennens 25.000 Kalorien verbrennen wird. Auch der Druck sei enorm, meint Pöll. „Es ist ein Rennen, das nur für mich ausgelegt ist. Es ist schwierig mit dieser Tatsache umzugehen. Der Druck ist schlimmer als das Rennen selbst. Nun habe ich es aber im Griff und werde es schaffen. Es ist eine Art krönender Abschluss und dabei ist es das Ziel, der beste Radfahrer der Welt bei den über 50-Jährigen zu werden“.
Weltrekordversuch
Start: Samstag, 1. Juli, 10 Uhr am Gelände der Firma ETA in Hofkirchen,
Walter Pöll wird mit einer Zeitfahrmaschine im Wert von 12.000 Euro, zur Verfügung gestellt von der Firma Trek beim Weltrekordversuch antreten.
Zuschauer sind natürlich willkommen.


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