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ST. MARIENKIRCHEN. Der Traunsee Bergmarathon von Gmunden nach Ebensee geht heuer am Samstag, 6. Juli über die Bühne und ist eines der anspruchsvollsten Erlebnisrennen Europas. Dabei müssen die Teilnehmer 70 Kilometer und 4.600 Höhenmeter bewältigen. 

Philip Kobler am Traunstein (Fotos: Privat)
  1 / 3   Philip Kobler am Traunstein (Fotos: Privat)

Dieser Herausforderung stellt sich der St. Marienkirchener Philip Kobler. Sport hat im Leben von Philip Kobler schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Neben Fußball und Eishockey – der St. Marienkirchener spielt für die Innviertel Penguins – hat deSport hat im Leben von Philip Kobler schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Neben Fußball und Eishockey – der St. Marienkirchener spielt für die Innviertel Penguins – hat der junge Unternehmer seit einigen Jahren seine Leidenschaft für Bergrennen entdeckt.

„Das erste Mal bin ich den Traunsee Bergmarathon gemeinsam mit einem Freund 2015 gelaufen. Damals noch die Halbdistanz von Gmunden nach Ebensee. Dabei mussten wir 34 Kilometer und rund 2.500 Höhenmeter bewältigen“, berichtet Philip Kobler. Dass es überhaupt so weit kam, ist eher einem Zufall geschuldet. „Ich war mit einem Freund wandern. Dann sind einige Wanderer wie die Feuerwehr an uns vorbeigezogen. Wir kamen später mit ihnen ins Gespräch. Sie berichteten uns davon, dass sie sich für den Traunsee Bergmarathon vorbereiten. So wurde meine Neugierde geweckt und ich begann, mich über das Rennen zu informieren.“

Experte riet vom Start ab

Nachdem Philip für den ersten Halbmarathon rund sechs Stunden benötigte, haben sich seine Zeiten in den darauffolgenden Jahren stetig verbessert. 2017 landete er sogar unter den besten 15. Vergangenes Jahr lief der Innviertler dann erstmals die volle Distanz, auch wenn ihm ein Experte davon abriet. „Meine Laktatwerte waren nicht gut. Ich wollte aber unbedingt am Rennen teilnehmen und habe mich noch härter dafür vorbereitet“, berichtet Kobler. Nach etwas mehr als zehn Stunden erreichte der Innviertler schlussendlich das Ziel.

Völlig am Ende

„Ich war völlig am Ende. Das Rennen verlangt einem wirklich alles ab. Ich konnte auch eine Stunde nach dem Zieleinlauf nicht reden. So sehr hatte ich mich verausgabt“, berichtet Kobler, welcher in der Trainingsphase, die Mitte März beginnt, wöchentlich in den Bergen trainiert. Kurz vor dem Rennen noch öfters. „Klar ist es zeitintensiv. Aber bei uns kann ich nicht wirklich trainieren. Vor allem das Höhenmeter-Training ist wichtig. Deswegen muss ich in die Berge“, so der St. Marienkirchener, der hinzufügt: „4.600 Höhenmeter – das heisst, dass man 3,6 Mal hintereinander den Feuerkogel bezwingt.“

Gefährliches Gelände

Neben der Distanz und den Höhenmetern stellt vor allem das alpine Gelände die Athleten vor eine große Herausforderung. „Man darf nicht vergessen, dass wir ungesichert unterwegs sind und dabei einige sehr gefährliche und schwierige Passagen meistern müssen. Ein falscher Schritt und man stürzt ab. Was dann passiert, kann sich jeder ausmalen. Solch ein Rennen ist mental eine große Herausforderug“, so Kobler. Zeit, die wunderschöne Landschaft der Traunseeregion zu bewundern, hat Kobler während der Rennen nicht. „Man ist so auf das Rennen fokussiert, dass man alles ausblendet. Man denkt nur daran, ins Ziel zu kommen“, informiert Kobler, der neben einer guten Vorbereitung auf eine eigens zusammengestellte Playlist vertraut: „Musik motiviert mich. Um mich für das Rennen abzuhärten, verzichte ich während des Trainings aber darauf.“

Zieleinlauf in Gmunden

Die ganzen Strapazen vergisst der St. Marienkirchener, wenn er den Zieleinlauf in Gmunden erreicht. „Man vergisst für einen kurzen Moment alle Strapazen und holt noch einmal alles aus sich heraus“, berichtet Kobler, der sich über Trainingspartner aus der Region freuen würde: „Falls jemand Lust hat, mit mir gemeinsam zu trainieren, kann sich gerne unter philip.kobler@bio-alpenpower.at> melden.“


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