St. Oswalder Student hilft in Kenia
ST. OSWALD. Klaus Neumüller aus St. Oswald, Student der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Linz, hat in einem Projekt in Kenia ein mehrwöchiges Praktikum absolviert.

Durch einen Info-Abend an der Fachhochschule und einen Freund, der sein Praktikum beim Verein Daraja/Mt. Zion absolviert hat, ist Neumüller auf die Möglichkeit gestoßen, nach Kenia zu reisen und dort bei einem Projekt mitzuhelfen. „Ich habe mich für das Praktikum im Ausland entschieden, weil ich schon seit längerem den Wunsch hatte, ein Land fernab von meiner Heimat zu besuchen. Ich finde es immer wieder schön, auf neue Kulturen, Bräuche und Lebensweisen zu treffen und bin überglücklich, dass sich dies im Rahmen meiner Ausbildung für mich ermöglicht hat. Mich hat vor allem interessiert, wie Soziale Arbeit in einem afrikanischen Land funktioniert und inwiefern sich diese von der in Österreich unterscheidet beziehungsweise welche Ähnlichkeiten bestehen“, sagt Klaus Neumüller.
Es sind vor allem die Begegnungen auf zwischenmenschlicher Ebene, die dem Studenten besonders in Erinnerung geblieben sind. „Oft war ein Lächeln ausreichend um sich in seiner Sache bestätigt zu fühlen. Besonders beeindruckend zu sehen war, dass es vor allem ärmere Menschen sind, die am meisten zu geben haben. Auch bei Familien die in einfachsten Verhältnissen leben haben wir meistens etwas zu Essen oder Trinken angeboten bekommen. Die Lebensfreude und Gastfreundschaft der Menschen vor Ort wird mir auf jeden Fall in Erinnerung bleiben“, denkt Neumüller gerne auf seine Zeit in Afrika zurück.
Arbeit mit HIV-positiven Kindern
„Obwohl Soziale Arbeit in Kenia mit der in Österreich nur schwer zu vergleichen ist und ich noch am Beginn meiner Ausbildung stehe habe ich versucht mich auch sozialarbeiterisch möglichst gut in das Projekt einzubringen.“ Der Nachmittag in der Kinder-Selbsthilfegruppe hat Neumüller besonders gut gefallen. Nach anfänglicher Zurückhaltung kamen die Kinder immer mehr aus sich raus und konnten sich so richtig austoben. „Es war schön zu sehen, wie die Kinder frei von jeglichem Stigma, Ängsten und Sorgen den Nachmittag genießen konnten. Beim gemeinsamen Spielen haben uns die Kinder einiges abverlangt und hielten uns ständig auf Trapp. Ich halte es für äußerst sinnvoll und wichtig, bereits in jungen Jahren ein Bewusstsein für den Umgang mit der Krankheit HIV zu erlangen, da es den Kindern auf deren weiteren Lebensweg zugutekommen wird.“
Eigenes Weltbild verändert
Die Reise nach Afrika hat auch etwas an dem Weltbild des Studenten verändert. Durch die Zeit in Afrika habe er einen anderen Blickwinkel auf ganz alltägliche Dinge bekommen und er konnte so seinen Horizont erweitern. „Man lernt es einfach zu schätzen, in einem entwickelten Land wie Österreich zu leben. Alleine der Umstand, Wasser aus der Leitung trinken zu können, ist für uns eine Selbstverständlichkeit an sich. Für die Menschen vor Ort jedoch kaum möglich. Obwohl wir den Kenianern in Bereichen wie Gesundheitsversorgung, Wirtschaft, Bildung etc. natürlich meilenweit voraus sind, können wir uns was Gastfreundschaft und Lebensfreude betrifft, eine große Scheibe abschneiden.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden