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ST.PANTALEON-ERLA. Die Radlerbrücke über den Ennskanal wurde im Jahr 2003 als längste Rundholzbrücke Mitteleuropas eröffnet. Heuer musste sie durch eine neue Brücke ersetzt werden.

November 2017: Die neue Trogholzbrücke Foto: Manuel Karner
  1 / 2   November 2017: Die neue Trogholzbrücke Foto: Manuel Karner

 ST.PANTALEON-ERLA. Als die Radler-Brücke über den Ennskanal am 21. September 2003 feierlich eröffnet wurde, galt sie als Sensation. Johannes Pressl, damals im Regionalen Entwicklungsverband NÖ West, nannte sie eine wahre technische Meisterleistung: „Mit 88 Meter Gesamtlänge, abgestützt auf vier Brückenpfeiler, spannt sich die längste Rundholzbrücke Mitteleuropas über den Ennskanal. Diese Brückenbautechnik begründet den Ingenieurrundholzbau in Österreich.“ Die Brücke trug den Spitznamen „Wooden Gate Bridge“ und war bei den Wadl-Bikern sehr beliebt. Einerseits waren das Radtouristen auf dem Donauradweg zwischen Passau und Wien, andererseits Einheimische, die einen Donaurundweg fuhren.

Aber nicht nur Radfahrer schätzten die Brücke. Junge Badegäste hatten ein „Sprungbrett“ in den Ennskanal.Allerdings begannen die Rundhölzer schon nach wenigen Jahren Sprünge zu bekommen. Mehrmals wurden Geländer und der Boden ausgebessert. Doch Anfang 2017 war klar, dass die Brücke nicht mehr saniert werden kann. Sie wurde abgetragen und durch eine Trogholzbrücke – bestehend aus Brettschichtholz mit Verkleidung in Lärchenholz – ersetzt. Diese wurde im Mai 2017 für Radfahrer und Fußgänger freigegeben.


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