Antennengemeinschaft wurde technikbedingt aufgelöst
ST. PETER. Bis vor wenigen Tagen gab es in der Ortschaft Kasten eine Antennengemeinschaft, die auch im „Sendeloch“ ein scharfes Bild garantierte. Vor 44 Jahren wurde diese Initiative für ein besseres TV-Signal gegründet.

Obwohl man die Ortschaft Kasten geografisch irgendwie in der Mitte des Bezirkes zu verorten kann, war das Bild auf den Fernsehgeräten in den 1970er Jahren eher suboptimal. Der Grund: Kasten liegt in einer Senke, in die das analoge Fernsehsignal nicht so gerne hinein funkte. Aus diesem Grund entschlossen sich die Kastner, rund um Heinrich Stelzer im Jahr 1972 eine Antennengemeinschaft zu gründen. 16 Bürger waren es, die damals per Gemeinschaftsantenne ihr TV-Bild von rauschend auf stechend scharf stellten.
HD-System: zu hohe Kosten
Der Höchststand der Mitglieder wurde vor sechs Jahren erreicht – da waren es 29 Personen. Unter Obmann Stelzer wurde die Antenne immer an den neuesten Stand der Technik angepasst. Im Jahr 1992 wurde beispielsweise auf das langjährige SAT-System umgestellt. Technikchef Ernst Arnoldner war rund um die Uhr in Bereitschaft und führte Reparaturen und Umbauarbeiten meistens in der Nacht durch, damit der Fernseher der Kastner am Tag wieder einwandfrei funktionierte. Kassiererin und Schriftführerin war Monika Fidler. Aufgrund der mit der Umstellung auf das HD-System verbundenen hohen Kosten und der kontinuierlich sinkenden Teilnehmerzahl beschloss der Vorstand, die Antennengemeinschaft aufzulösen.


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