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BEZIRK. Gestern gegen 23 Uhr ist eine mächtige Gewitterzelle mit schweren Unwettern über die Bezirke Sankt Pölten-Land, Krems-Land und Melk gezogen – mit verheerenden Folgen, berichtet Franz Resperger, Pressesprecher des NÖ Landesfeuerwehrkommandos. Insgesamt wurden mehr als 100 Keller überschwemmt, die Feuerwehren waren bzw. sind noch immer im Dauereinsatz. So werden etwa in Hofstetten-Grünau laut FF-Kommandant Walter Bugl die Aufräumarbeiten noch einige Tage andauern.

Schwere Regenfälle sorgten für zahlreiche Überflutungen. Symbolfoto: Erwin Wodicka
Schwere Regenfälle sorgten für zahlreiche Überflutungen. Symbolfoto: Erwin Wodicka

„Der nächtliche Niederschlag erreichte Mengen von bis zu 70 Millimeter, was zur Folge hatte, dass in mehreren Gemeinden insgesamt mehr als 100 Keller überschwemmt wurden. In der Gemeinde Kilb im Bezirk Melk stand das Wasser in manchen Objekten gar bis zu 1,5 Meter hoch. Insgesamt wurden in den Bezirken St. Pölten und Melk bis in die frühen Morgenstunden mehr als 300 Einsatzstellen gemeldet. Diese Zahl wird sich am Vormittag vermutlich noch deutlich erhöhen“, erklärt Resperger.

Am schwersten betroffene Gemeinden

Am schwersten von den Unwettern waren laut Resperger die Gemeinden Wilhelmsburg, Rabenstein, Hofstetten/Grünau, Ochsenburg und Böheimkirchen im Bezirk St. Pölten betroffen. „Im Minutentakt“ seien in der Bezirksalarmzentrale der Feuerwehr St. Pölten Notrufe von Haus-, Wohnungs- und Firmenbesitzern eingegangen, deren Anwesen überschwemmt wurden. „Alleine in Rabenstein wurde die Feuerwehr zu 70 und in Hofstetten/Grünau zu 50 überfluteten Kellern alarmiert. Die enormen Regenmengen führten dazu, dass auch die B39 zwischen St. Pölten und Hofstetten/Grünau überflutet und nicht mehr befahren werden konnte. An manchen Stellen traten auch die Perschling und die Pielach über die Ufer, was aber zu keinen erheblichen Schäden führte. Die Pegel sanken nach wenigen Stunden wieder“, berichtet der Pressesprecher.

Hilfskräfte aus benachbarten Gemeinden

Um die Ortsfeuerwehren in den betroffenen Regionen bei den Pump- und Aufräumungsarbeiten zu unterstützen, waren laut Resperger weitere Hilfskräfte aus benachbarten Gemeinden angerückt, die vom Unwetter nicht betroffen waren. Auch mehrere Großpumpen mit einer Saugleistung von mehr als 200 Kubikmeter pro Stunde seien eingesetzt worden. 

Über 40 Feuerwehren mit 600 Helfern

„Insgesamt standen im Bezirk St. Pölten mehr als 40 freiwilligen Feuerwehren mit fast 600 Helfern im Einsatz. Die Pumparbeiten werden vermutlich noch den ganzen heutigen Tag andauern“, meint Resperger.


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