Hundetraining: „Hundepsychologie ist schwarzweiß“
OBERGRAFENDORF. Zwischen Mensch und Hund kann es schon mal richtig krachen. Tamara Leitner vermittelt bei Problemen zwischen Zwei- und Vierbeinern.

Von „Mein Hund kann nicht alleine zu Hause bleiben“ über „Ich will einen zweiten Hund dazu haben“ bis hin zu „Mein Hund zerlegt mir meine Wohnung“: Die Schwierigkeiten zwischen Mensch und Hund sind oft nicht zu übersehen.
Hund als Ersatzkind
„Das Hauptproblem ist, dass Hunde bei uns oft zusehr vermenschlicht werden. Viele Hundebesitzer sehen ihren Hund als Ersatzkind und neigen dazu inkonsequent zu sein“, erklärt Hundetrainerin Tamara Leitner. Dabei sei die Hundepsychologie schwarzweiß, also einfach gestrickt. „Ein Hund braucht klare (Familien-)Strukturen. Er merkt schnell, wenn wir nicht in der Lage sind, Rudelführer zu sein“, so Leitner, die zuerst das Umfeld des „Problem“-Hundes analysiert. „Ich komme zu den Besitzern nach Hause und gehe mit ihnen den Tagesablauf durch. Zu 80 Prozent liegt das Problem bei den Besitzern. Ist das gelöst, funktioniert das Zusammenleben meist besser“, meint die Hundetrainerin.
Seit Kindheit Kontakt mit Hunden
Seitdem sie denken kann, hatte Leitner mit Hunden zu tun. „Ich bin auf einem Reiterhof aufgewachsen und es gab auch immer Hunde. Mit 16 Jahren habe ich mir aus einem Tierheim einen Hund geholt, der verhaltensauffällig war. Ich habe mit ihm gearbeitet und es gab keine Probleme mehr“, erinnert sich Leitner, die derzeit drei eigene Hunde besitzt. Der offizielle Startschuss als Hundetrainerin fiel nach Seminaren in Deutschland und Österreich im Jänner 2016.
Mühsame TV-Formate
Was Leitner von den TV-Formaten mit Hundeprofis hält? „Die Profis sind super, aber die TV-Formate finde ich mühsam. Den Zuschauern wird vermittelt, dass der Hund nach zehnminütiger Arbeit perfekt folgt. Das ist unrealistisch“, so Leitner.
Weitere Infos auf Facebook unter Hundetraining Tamara Leitner.


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