Delikte gegen fremdes Hab und Gut: starker Anstieg im Bezirk
BEZIRK SANKT PÖLTEN-LAND. Deutliche Zuwächse bei Delikten gegen fremdes Hab und Gut sind laut NÖ Wirtschaftspressedienst im ersten Halbjahr 2016 in den großen niederösterreichischen Städten sowie deren Umgebung zu verzeichnen. Im Bezirk St. Pölten-Land ist die Zahl der Straftaten gegen fremdes Vermögen um 29,2 Prozent auf 1.089 gestiegen.

Im ersten Halbjahr 2016 ist in Niederösterreich die Zahl der Straftaten gegen fremdes Vermögen – dazu zählen unter anderem Raub, Diebstahl, Sachbeschädigung, Veruntreuung, Betrug, Geldwäscherei und organisierte Schwarzarbeit – im Vorjahresvergleich um 2.100 oder fast zehn Prozent auf rund 23.400 Fälle gestiegen. Das teilte Innenminister Wolfgang Sobotka in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Nationalratsabgeordneten Walter Rosenkranz von der FPÖ mit.
Unterschiedliche Entwicklung in den Regionen
Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst dem Datenmaterial entnimmt, verläuft die Kriminalitätsentwicklung in den niederösterreichischen Regionen sehr unterschiedlich. Weniger Straftaten gegen fremdes Vermögen gab es im ersten Halbjahr in den Bezirken Baden (minus 1,3 Prozent auf 2.334 aktenkundige Fälle), Bruck/Leitha (minus 6,6 Prozent auf 664) sowie Zwettl (minus 12,0 Prozent auf 234). In den Bezirken Gmünd und Scheibbs sowie in der Statutarstadt Waidhofen/Ybbs ist die Zahl der begangenen Eigentumsdelikte nahezu gleich hoch geblieben.
Deutliche Zuwächse
Zum Teil deutliche Zuwächse verzeichnen allerdings die großen Städte St. Pölten (plus 19,1 Prozent auf 1.369 Fälle), Wiener Neustadt (plus 15,6 Prozent auf 1.276) und Krems (plus 16,8 Prozent auf 681) sowie deren Umgebung: Im Bezirk St. Pölten-Land ist die Zahl der Straftaten gegen fremdes Vermögen um 29,2 Prozent auf 1.089 gestiegen, in Wiener Neustadt-Land um 8,5 Prozent auf 677 sowie in Krems-Land um 30,3 Prozent auf 426. Bedenklich verläuft die Entwicklung bei den Eigentumsdelikten auch in den Wiener Umland-Bezirken Mödling (plus 8,6 Prozent auf 2.742 Fälle), Wien-Umgebung (plus 7,4 Prozent auf 1.590) und Korneuburg (plus 32,4 Prozent auf 1.135).


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