St. Pöltner hörte Stimmen aus Internet und schoss darauf 18 Mal aus seiner Wohnung
ST. PÖLTEN. Weil er nach eigener Aussage „Stimmen aus dem Internet“ gehört habe, schoss ein 72-jähriger, psychisch labiler und verwirrter Mann in der Nacht zum 24. Jänner mit einer Langwaffe aus seiner Wohnung in St. Pölten.

Insgesamt neun Mal feuerte er durch die geschlossene Wohnungstür in den Gangbereich einer Wohnhausanlage und neun Mal durch das geschlossene Fenster in Richtung des Daches eines benachbarten Wohnhauses. Die Stimmen aus dem Internet hätte ihm mitgeteilt, dass sich mit Messer bewaffnete Personen vor der Wohnung und am Dach der gegenüberliegenden Wohnhausanlage befinden und ihn bedrohen würden.
Nachdem die Nachbarn Anzeige erstatteten betraten Bedienstete des Stadtpolizeikommandos St. Pölten die Wohnhausanlage und nahmen den Beschuldigten fest, der vorerst eine Langwaffe gegen sie richtete. Der 72-jährige legte nach Aufforderung durch die Polizisten die Waffe ab und ließ sich widerstandslos festnehmen. In der Wohnung des Beschuldigten wurden insgesamt fünf Langwaffen und eine Gaspistole, die er legal besaß, sichergestellt. Aufgrund seines Gemütszustandes wurde er in das Landesklinikum Mauer eingeliefert, gegen ihn wird Anzeige wegen allgemeiner Gemeingefährdung an die Staatsanwaltschaft St. Pölten erstattet.


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