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Tätergruppen aus Rumänien und der Slowakei begingen 151 Einbrüche und Diebstähle in Niederösterreich

Thomas Lettner, 08.03.2017 13:29

ST. PÖLTEN. Das Landeskriminalamt Niederösterreich konnte im vergangenen Jahr drei große Tätergruppen - zwei davon aus Rumänien, eine aus der Slowakei - mit insgesamt 49 Tätern ausforschen und 125 Einbrüche, 13 Pkw-Diebstähle und 13 Motorraddiebstähle aufklären. Die Gesamtschadenssumme der Straftaten betrug rund 2,5 Millionen Euro.

Fotos: Thomas Lettner
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Bei der ersten Gruppe aus Rumänien forschte das Landeskriminalamt Niederösterreich 29 Personen aus, die 52 Einbruchsdiebstähle in NÖ, Burgenland und der Steiermark mit einem Gesamtschaden von rund 1,4 Millionen Euro Diebesgut und rund 200.000 Euro Sachschaden verursachten. Drei Kapos der Gruppe waren mit Österreich sehr gut vertraut. Die in Rumänien angeworbenen Mittäter wurden nach Anzahl der Fahrten zwischen 200 und 500 Euro entlohnt. Das Diebesgut wurde in Rumänien verkauft. Bis dato befinden sich 18 Personen in Österreich und je zwei Beschuldigte in Deutschland beziehungsweise Frankreich in Haft. Die restlichen Beschuldigten befinden sich in Rumänien oder anderen europäischen Ländern in Auslieferungshaft und werden ebenfalls nach Österreich ausgeliefert.

Einbrüche in Firmen

Ab Sommer 2016 führte das Landeskriminalamt NÖ, Ermittlungsbereich Diebstahl, umfangreiche Ermittlungen gegen eine ebenfalls rumänische Tätergruppe nach Serieneinbrüchen in Firmen in NÖ, OÖ, Salzburg und der Steiermark durch. Acht rumänische Staatsbürger waren verdächtig, seit mindestens Anfang 2016 in verschiedener personeller Zusammensetzung Einbruchsdiebstähle in Firmen verübt zu haben, um dort aus den Tresoren Bargeld und aus den Firmen Baumaschinen, Werkzeuge und anderes mehr zu stehlen. Bei den Einbrüchen wurden Bargeld aus den Tresoren und Handkassen und auch sonstige Wertgegenstände wie Laptops, Kameras, Werkzeuge oder sonst gut verkaufbare Gegenstände gestohlen. Der Tätergruppe konnten nach Abschluss der Ermittlungen insgesamt 61 Einbruchsdiebstähle in Firmen nachgewiesen werden. Durch die Einbruchsdiebstähle entstand ein Gesamtschaden in der Höhe von rund 225.000 Euro Diebesgut und rund 155.000 Euro Sachschaden.

Slowakische Gruppe verübte 26 Pkw- und Motorraddiebstähle

Der Ermittlungsbereich Diebstahl des Landeskriminalamtes NÖ ermittelte seit August 2015 gegen eine slowakische Tätergruppierung wegen Verdacht des gewerbsmäßigen Motorrad- und Kraftfahrzeugdiebstahls. Die Gruppe gehörte Großteils der Suchtgiftszene an. Im Zuge der intensiven und akribischen  Ermittlungen konnte eine 13-köpfige slowakische Tätergruppe ausgeforscht werden, die in verschiedenen personellen Zusammensetzungen in der Zeit von Mai 2015 bis Februar 2016 insgesamt 13 Motorraddiebstähle, zehn Firmen-Einbruchsdiebstähle, 13 PKW-Diebstähle, drei Wohnhaus-Einbruchsdiebstähle sowie zwei Diesel-Diebstähle verübte und dabei einen Gesamtschaden in Höhe von rund 450.000 Euro verursachte. Aufgrund der Erhebungen und Spurenauswertungen konnten über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien insgesamt sechs slowakische Täter verhaftet und in die Justizanstalt Wien Josefstadt eingeliefert werden. Gegen weitere drei Täter bestehen Festnahmeanordnungen, weitere vier slowakische Mittäter wurden angezeigt. Im Zuge der Erhebungen konnten zwei gestohlene Fahrzeuge in der Slowakei sowie ein gestohlenes Motorrad in Österreich sichergestellt und den rechtmäßigen Besitzern ausgefolgt werden.

Prucher: „Sind auf sehr gutem Weg“

„Die Tätergruppen agieren international, darum ist eine Zusammenarbeit so wichtig“, sagte Landespolizeidirektor Franz Prucher über die Kooperation mit der Exekutive in Nachbarländern wie der Slowakei oder Ungarn. Prucher sieht die Arbeit des Landeskriminalamts NÖ auf einem sehr guten Weg, macht sich jedoch für mehr technische Überwachung im öfffentlichen Raum stark.


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