
„Oft ist es schwer genau zu beurteilen, was den Erfolg eines Festivalformates ausmacht“, meint Öffentlichkeitsarbeiter Johannes Reichl, “viele schaffen es nicht über zwei, drei Auflagen hinaus, dann ist der Spaß auch schon wieder zu Ende.“ Mit stets hochkarätig besetzten Barockfestival ist es gelungen, auch abseits von Massenkultur-Events, erfolgreich zu sein. Das Barockfestival St. Pölten hat sich bestens etabliert, nutzt das barocke Ambiente St. Pöltens und verbindet es solcherart mit ausgezeichneten Musikdarbietungen. Dabei steht eine der Entstehungszeit originären Aufführungspraxis nicht selten zeitgenössischen und sogar avantgardistischen Grenzgängen gegenüber. Im Jubiläumsjahr wartet das Barockfestival mit einem Staraufgebot auf. Gleich zum Auftakt am 6. Juni in der Franziskanerkirche treten sechs Musiker auf, von denen einige auch Jazzfreunden wohlbekannt sind. Der unvergleichliche Michel Godard lässt allerdings seine Tuba zu Hause und bringt statt dessen das archaisch anmutende Serpent mit. Nicht minder spektakulär: der sardische Saxofonist und Bass-Sänger Gavino Murgia, in dessen Heimat man sich traditionell den Zeigefinger beim Singen ins rechte Ohr steckt. Unterstützt werden die beiden von Mezzosopran, Violine, Theorbe und Bass. Am Programm stehen Werke von Claudio Monteverdi, Steve Swallow und Michel Godard. Am 8. Juni trifft dann in der Evangelischen Kirche iranische Perkussion auf Barocklaute, es musizieren Thomas Dunford und Keyvan Chemirani. Am 12. Juni sind zwei Schwergewichte in der Ehemaligen Synagoge zu Gast: Startenor Marco Beasley bestreitet ein Konzert gemeinsam mit den Publikumslieblingen des Ensemble Accordone. Am 13. Juni geben dann Cembalistin Violaine Cochard und die fünf Musiker von Tram des Balkans in ihrem Programm „ToccaTram“ ihre sehr persönlichen Interpretationen von Barockwerken zum Besten. Fixpunkt im Programm sind auch wieder Domchor und Domorchester unter der Leitung von Deomkapellmeister Otto Kargl. Im Dom zu St. Pölten erklingen am 14. Juni Charpentiers „Te Deum“ sowie Haendels „Ode for Cecilia“s Day“. Am 18. Juni bringt das WoodAir Quartett im ehemaligen Sommerrefektorium wieder frischen Wind in die Kompositionen vergangener Epochen, die gekonnt mit Werken aus eigener Feder und Improvisationen verbunden werden. Am 19. Juni treten Gambist Christoph Urbanetz und die Cembalistin Maja Mijatovic in der ehemaligen Synagoge unter dem Motto „L“ange et le diable“ mit Werken von Marin Marais und Antoine Forqueray in einen musikalischen Wettstreit der Temperamente. Und am 20. Juni erfolgt dann in der Franziskanerkirche sozusagen der große Abschluss: Das weltberühmte Huelgas Ensemble gastiert in St. Pölten und wird für offene Münder sorgen: Zehn Stimmen, null Instrumente: Das Huelgas Ensemble kommt nach St. Pölten. Weiter Info: www.barockfestival.at _______________________________________________________________________________________ VORVERKAUF: oeticket-Verkaufsstellen sowie über oeticket.com Buchhandlung Schubert Wiener Straße 6, 3100 St. Pölten Tel.: +43 2742 353189 VORVERKAUF ABOS Magistrat der Landeshauptstadt St. Pölten Fachbereich Kultur und Bildung Prandtauerstraße 2, 3100 St. Pölten Tel.: +43 2742 333-2601 oder -2602 Fax: +43 2742 333-2609 office@barockfestival.at _______________________________________________________________________________________ PROGRAMM IM ÜBERBLICK >> Monteverdi – A trace of grace Franziskanerkirche Samstag, 6. Juni 2015 - 19:30 Michel Godard – Serpent Guillemette Laurens – Mezzosopran Gavino Murgia – Saxophon, Stimme Fanny Paccoud – Violine Bruno Helstroffer – Theorbe >> Iranische Perkussion und Barocklaute Evangelische Kirche Montag, 8. Juni 2015 - 19:30 Thomas Dunford – Laute Keyvan Chemirani – Zarb, Percussion >> Tarantelle del Piacere Ehemalige Synagoge Freitag, 12. Juni 2015 - 19:30 In Kooperation mit: ACCORDONE Guido Morini – Cembalo, Leitung Marco Beasley – Stimme Rossella Croce – Violine Elisa Citterio – Violine Fabio Accurso – Laute Stefano Rocco – Gitarre Franco Pavan – Theorbe Vito De Lorenzi – Percussion >> Tocca a Tram frei:raum Samstag, 13. Juni 2015 - 19:30 Violaine Cochard – Cembalo Tram des Balkans Vincent Westphal – lyrics, clarinet Vincent Gaffet – lyrics, accordion Diego Meymarian – lyrics, violin Sylvain Lacombe – double-bass Mathieu Cervera – percussion >> Charpentier und Händel Dom zu St.?Pölten Sonntag, 14. Juni 2015 - 19:30 Otto Kargl Domorchester & Domchor >> Lärmende Lustbarkeit Sommerrefektorium Donnerstag 18. Juni 2015 - 19:30 WoodAir Quartett Anna Lang – Violoncello Alois Eberl – Fisarmonica/Trombone Walter Singer – Basso Continuo Robert Kainar – Percussion >> Von Engeln und Teufeln Ehemalige Synagoge Freitag, 19. Juni 2015 - 19:30 Christoph Urbanetz – Viola da gamba Maja Mijatovi? – Cembalo >> Cipriano, der Humanist Franziskanerkirche Samstag, 20. Juni 2015 - 19:30 Huelgas Ensemble


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