TRAtelier: Gastro-Gewerbe-Kunstmix schließt aufgrund 'unbewältigbarer Bürden'
STOCKERAU/ST.PÖLTEN. Einen Appell einerseits an die Stadtführung Stockeraus aber auch Kulturverantwortliche in der Landeshauptstadt richteten die Gründer von TRAtelier - einer Vorzeigegemeinschaft von „Gastro-Gewerbe-Kulturbetreibern“. Aufgrund von aufgebürdeten Bürokratismen und Anrainerbeschwerden und Geldstrafen werde diese kleine Insel für Kreativität, Begegnung und Ausstausch mitten im Zentrum der Lenaustadt nach vier Jahren Bestand geschlossen.

„Mit der Schließung des TRAteliers im Gewerbehof aus finanziellen und bürokratischen Gründen verliert Stockerau einen einmaligen Ort, an dem KünstlerInnen eine unkomplizierte Möglichkeit hatten, aufzutreten“, heißt es in einer Presseaussendung der Verantwortlichen. “Ein großer Verlust für die Kunst- und Kulturszene, die das TRAtelier mit einem großen Knall verabschieden will.“
Unveränderte Presseaussendung und Einladung der Gemeinschaft
„Die Schließung des TRAteliers bestürzt viele Gäste und KünstlerInnen! Wo sonst in Stockerau konnte man Angebote von mittelalterlicher Musik bis Elektro, von Puppenspiel bis Improtheater, von WingTsun bis Nähen, von Marillenknödel bis PeTRA, von Kunst bis Spiel finden?
In vier Jahren wurden rund 600 unterschiedlichste Veranstaltungen abgewickelt, offen für alle Formen der Kunst und für erfolgreiche oder erst am Beginn ihres Schaffens stehende KünstlerInnen. Hier fand die kreative Szene ein pulsierendes Zentrum, Kultur fand auch abseits kommerzieller Interessen statt und die kreative Szene konnte sich entfalten. Einige wollen die Schließung nicht einfach hinnehmen und suchen nach Alternativen, die so inspirierend sein könnten wie das TRAtelier. In der Kleinkunstszene brodelt es!
Die Kundgebung: Abschied & Zukunftsvision
Die Versammlung am 12. Dezember am Sparkassaplatz ist eine Hommage an das TRAtelier, aber auch ein Signal einer kreativen und lebendigen Kulturszene, die eine wesentliche Plattform für Performance, Vernetzung und Weiterentwicklung verliert. Gleichzeitig versuchen die Protagonisten Aufmerksamkeit für ihre Anliegen zu wecken, Öffentlichkeit zu finden und um Unterstützung für ihre Bedürfnisse zu werben. Der Stadtgemeinde wird ein Konzept für die Förderung der Kunstszene übergeben, das die Wünsche und Bedürfnisse vieler KünstlerInnen und BesucherInnen formuliert.
Wir laden Sie herzlich ein, unsere kreative, bunte und eigenwillige Kundgebung zu besuchen und bitte Sie, diese auch im Vorfeld anzukündigen!
Termin
12. Dezember 2015 | 15 Uhr
Sparkassaplatz
2000 Stockerau
Eingeladen sind Bürgermeister Helmut Laab und Kulturstadträtin Andrea Völkl
Programm
Musik
The Heartwarming Company – Folk
Josef Spulak – Austropop
RumpelstilZ – Rock
Liselotte Lengl – Jazz
ErBrecht – literarischer Punk
& Überraschungsgäste
statements
Renate Eiben – Musikerin
Netzwerk Inklusion
Ernst Bedlivy – Maler
Christa Böhm – Veggie Bräu
Astrid Weiß-Fanzlau – Lehrerin, Künstlerin und Organisatorin der Kundgebung
Kontakt
Astrid Weiß-Fanzlau
0664 380 71 15
astrixart@gmail.com


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