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ST. PÖLTEN. Beim #talente stand das Festspielhaus St. Pölten ganz im Zeichen der musikalischen Talenteförderung. In Podiumsgesprächen, Coachings, einer Berufslounge und Konzerten genossen die Besucher einen Einblick in die bunte Vielfalt der Talente und ihrer Förderungen und durften dabei auch selbst kreativ werden.

Das Jugendsinfonieorchester Niederösterreich Fotos: Wolfgang Simlinger
  1 / 2   Das Jugendsinfonieorchester Niederösterreich Fotos: Wolfgang Simlinger

Rund 450 Musikschüler, Eltern, Lehrer und Gäste waren zu dem Live-Event gekommen, das vom Musikschulmanagement Niederösterreich präsentiert wurde. Dieses war zugleich der Auftakt zum dritten Jahr der Talenteförderung des Landes Niederösterreich. „In Niederösterreich spielt die Förderung von Musik und Kreativität eine immer größere und wichtigere Rolle“, erklärte Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). „Wir sind fest davon überzeugt, dass Talente, Begabungen und Qualifikationen im Zeitalter des digitalen Wandels der wichtigste Rohstoff für die Zukunft sind. Durch die Talenteförderung möchten wir Niederösterreich als Musikland mit seinen bekannten Orchestern, Solistinnen und Solisten weiterhin sichern.“

 “Die Förderung des kreativen Potenzials von Kindern und Jugendlichen zählt sicherlich zu den elementarsten Aufgaben unserer Gesellschaft“, betonte Dorothea Draxler, Geschäftsführerin Kultur.Region.Niederösterreich. „Das gemeinsame Singen und Musizieren stärkt das Miteinander und das soziale Empfinden. Mit ihren vielfältigen Angeboten leisten die Musikschulen einen unschätzbaren Beitrag zur künstlerischen Entwicklung unserer Jugend. Der Talentetag im Festspielhaus ermöglicht ein erstes Hineinschnuppern in die Welt des künstlerischen Schaffens und vielleicht ist er der Start zu einer künstlerischen Karriere.“

Ganz nach Lust und Laune konnten die Gäste durchs Festspielhaus schlendern und je nach Interesse aus verschiedensten Programmpunkten und Erlebnisstationen wählen. Im Großen Saal gaben die drei Landesjugendorchester Einblick in ihre musikalische Arbeit. Hochkarätig besetzte Podiumsgespräche erwarteten die Besucher im Kleinen Saal: Experten wie Barbara Gisler-Haase, Vizerektorin für Lehre, Kunst und Nachwuchsförderung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Karl Geroldinger, Direktor des Oberösterreichischen Landesmusikschulwerks, oder Wissenschafter Gregor Kremser diskutierten über Interdisziplinarität in der Talenteförderung, die Förderung von muskalischen Begabungen und die Vielfalt der Talente.

Wer sich für eine Karriere in der Welt der Musik interessierte, konnte sich in der Berufslounge persönlich beraten lassen. Fachleute aus der Praxis gaben dort Tipps zum Berufseinstieg und beantworteten Fragen rund um ihre Tätigkeiten wie Orchestermanagement, Tontechnik, Musikvermittlung oder Instrumentenbau. Mitarbeiter der österreichischen Musikuniversitäten informierten auf der Terrasse des Kaffeehauses über Studienangebote und Aufnahmebedingungen. Zum Thema Musikergesundheit und Konzertauftritte hatte Bernhard Riebl in halbstündigen Speed Coachings die passenden Tipps parat.

 Bei der Station „FARB.TON“ der Niederösterreichischen Kreativakademien zeigten die Besucher schließlich selbst ihr Talent und malten zu Klängen von Camille Saint-Saens „Karneval der Tiere“ ein kunterbuntes Gesamtkunstwerk, das am Nachmittag im Foyer präsentiert wurde. Großen Anklang fand auch das Bratsche-Schnuppern im Pleyel Foyer, wo unter Anleitung von Musikerin Sophie Drach und Lehrenden niederösterreichischer Musikschulen das Spiel auf dem Altinstrument der Streicherfamilie ausprobiert werden konnte. Bratschenbauerin Sandrine Louvet informierte die interessierten Gäste zudem über Bau und Pflege des Instruments.

Den Höhepunkt und krönenden Abschluss des Events bot das große Konzert der drei Landesjugendorchester. Die jungen Talente des Jugendsinfonieorchesters, Jugendjazzorchesters und der neugegründeten Jungen Bläserphilharmonie Niederösterreich traten erstmals gemeinsam vor das Publikum und präsentierten unter großem Applaus einen Streifzug quer durch die musikalischen Stile.


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