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Gitarrist Johannes Maria "Knolli" Knoll rockte mit seinem Album „transcended“ den Freiraum

Thomas Lettner, 05.12.2016 11:58

ST. PÖLTEN. Profi-Gitarrist Johannes Maria Knoll veranstaltete vergangenen Freitag im Freiraum das Release-Konzert zu seinem ersten Instrumental-Album „transcended“. Darauf werden die wichtigsten Kapitel der Bibel mit Rockmusik dargestellt.
 

Johannes Maria Knoll (Mitte) beim Gig im Freiraum. Fotos: Thomas Lettner
  1 / 3   Johannes Maria Knoll (Mitte) beim Gig im Freiraum. Fotos: Thomas Lettner

„Voriges Jahr bei der „Night of the guitar“ im Freiraum wurde ich gefragt, ob ich nicht teilnehmen will. Ich wollte aber nichts covern, sondern eigene Nummer spielen“, erzählt der Musiker, der im Laufe seiner langjährigen Karriere mit vielen nationalen und internationalen Stars wie Lukascher oder Dodo zusammenspielte und in St. Pölten gemeinhin als „Knolli“ bekannt ist. Der Hauptgrund dafür, ein eigenes Album aufzunehmen, war aber der Tod von Knolls Lebensgefährtin, die vor fast drei Jahren an Nebenhirntumor starb. „Ich habe damals zum Glauben gefunden“, erzählt der 42-Jährige, der vorher ein Lotterleben getreu dem Motto „Sex, Drugs and Rock“n“Roll führte und die Beziehungen zu ihm nahen Menschen vernachlässigte.

Rock passt zur Bibel

Der Titel des Albums „transcended„ (wörtlich überwunden, überschritten) befasst sich mit Knolls Wandlung vom Saulus zum Paulus. Das Album enthält 17 Nummern, die Bibel-Szenen von der Schöpfung bis zur Auferstehung musikalisch darstellen. „In der Bibel geht es ziemlich epochal zu mit Mord, Tod, Verrat und kompletter Verwüstung. Das, aber auch die ruhigeren Sachen wie Liebe, kann man im Rock gut darstellen“, meint Knoll. Bestärkt in seinem Glauben wurde der bekennende „Judeo-Christ“, als er nach zwanzig Jahren seine Schulkollegin Sigrid wieder traf, mit der er nun glücklich zusammen ist. „Es war Schicksal. Ich habe auch einen Sohn geerbt, und seitdem ist kein Tag schlecht.“

Gefühlvolle Dialekt-Songs

Vor dem Release-Konzert trat der Osttiroler Sänger und Songschreiber Bernhard Seiwald der Band „Maigeborn„ auf. Seiwald ist mit seiner Gruppe manchmal als Trio, manchmal aber auch solo unterwegs. Nach einer Englandreise mit Auftritten auf offenen Bühnen wurde die Sprache zum zentralen Thema, seitdem schreibt und singt Seiwald im Osttiroler Dialekt. Die Lieder handeln unter anderem vom Mut sich zu zeigen, von verpassten Momenten und davon, dass Finden nicht unbedingt etwas mit Suchen zu tun hat.

Bisher hat Maigeborn drei Alben veröffentlicht. Das neueste -“Oben“ - erschien vergangenen Oktober. Musikalisch bewegt sich die Band je nach Besetzung vom Singer-Songwriter-Stil bis hin zu Pop und Rock. 


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