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Museum Niederösterreich zeigt Naturkatastrophen vom Erdbeben bis zum Meteoritenschauer

Thomas Lettner, 09.03.2017 14:08

ST. PÖLTEN. „Gewaltig! Extreme Naturereignisse“ lautet der Titel der neuen Sonderausstellung im Haus der Natur im Museum Niederösterreich. In dieser geht es wie schon der Name sagt um historische und aktuelle Naturkatastrophen, deren Entstehung und um die notwendige Hilfe im Notfall.

  1 / 6   (v.l.) Peter Melichar (Conrad Observatorium), Kuratorin Christa Hammerl, Erich Steiner (wissenschaftlicher Leiter Haus der Natur), Matthias Pacher (Geschäftsführer Museum NÖ) Fotos: Thomas Lettner

Die neue Sonderausstellung entstand in Kooperation mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und ist ab Sonntag bis 11. Februar 2018 zu sehen. Die interaktive Ausstellung nimmt dabei Bezug auf Katastrophen wie den den Ausbruch des Vulkans Tambora im Jahr 1815 oder den Hurrikan Katrin 2005, geht aber auch stark auf die Katastrophen ein, die sich in Niederösterreich ereignet haben wie beispielsweise die Donau-Hochwasser in den letzten 15 Jahren oder den F2-Tornade in Karlstein an der Thaya 2016.

Natur gegen Natur

„In der Ausstellung erklären wir nicht nur, wie diverse Naturkatastrophen entstehen“, sagt Christa Hammerl, Kuratorin der Schau. „Wir befassen uns auch mit der Frage, wann Naturkatastrophen als solche wahrgenommen werden, warum wir glauben, dass sie angesichts des Klimawandels häufiger auftreten und werfen dabei auch spannende Blicke in die Geschichte“, so Hammerl. Erich Steiner, wissenschaftlicher Leiter vom Haus der Natur im Museum Niederösterreich hat sich mit den tierischen Plagen befasst: „Egal ob Reblaus, Wegschnecke oder Heuschrecken. In der Ausstellung zeigen wir auch jene Beispiele, wo die Natur der Natur zugesetzt hat. Denn auch Tiere können zur Naturkatastrophe werden, wenn sie in großen Massen auftreten“, so Steiner.

Direktübertragung vom Conrad Observatorium

Mit elf noch nie gezeigten historischen Messinstrumenten, die Kurator Peter Melichar fachkundig restauriert hat, und zahlreichen Dokumenten beleuchten die Schau drei Pioniere der geophysikalischen Wissenschaften: Carl Friedrich Gauß, Karl Kreil und Victor Conrad. „Mit einer Direktübertragung der Messdaten vom Conrad Observatorium am Trafelberg in Niederösterreich zeigen wir neue Wege der geophysikalischen Grundlagenforschung“, so Melichar über die Schau.

Expertenvorträge und Familienprogramm

Die Ausstellung „Gewaltig! Extreme Naturereignisse“ im Haus der Natur im Museum Niederösterreich ist von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 9 bis 17 Uhr bis 11. Februar 2018 zu sehen. Begleitet wird die Schau von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Expertenvorträgen, einer Kuratorenführung, dem Familienprogramm „Sonntag im Museum“ (jeden ersten Sonntag im Monat), dem Wissensfestival „Abenteuer Wissen“ am 7. Mai 2017 und Schulferienprogrammen.


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