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ST. PÖLTEN. Im Rathaus wurde gestern der Jakob-Prandtauer-Preis, der höchste Kulturpreis der Stadt St. Pölten, an den Architekten und bildenden Künstler Norbert Steiner verliehen.

Der neue Jakob Prandtauer-Preisträger Norbert Steiner (r.) mit Gattin Michaela und Bürgermeister Matthias Stadler Foto: Josef Vorlaufer

Der 1967 ins Leben gerufene Jakob Prandtauer-Preis ist eine Reminiszenz an den großen Barockbaumeister, der das Stadtbild und das Kulturerbe Niederösterreichs entscheidend und nachhaltig geprägt hat. Der Preis wird auf Grund des Vorschlags einer vom Fachbereich Kultur und Bildung einberufenen Fachjury an Persönlichkeiten verliehen, die entweder aus der Stadt selbst stammen beziehungsweise zu dieser in ihrem Wirken in längerem Kontakt standen und für eine Summe von Leistungen auf einem Gebiet oder für ihr Lebenswerk, das dem Ruf der Stadt St. Pölten zur besonderen Ehre gereicht, auszuzeichnen sind.

Tiroler wie Prandtauer

Norbert Steiner ist wie sein großer Vorgänger Jakob Prandtauer, der 300 Jahre vor ihm St. Pölten erstmals entscheidend veränderte und das barocke St. Pölten prägte, Tiroler. Der Zufall wollte es, dass er, da sein aus Südtirol stammender Vater sich gerade beruflich in Deutschland aufhielt, 1942 in Bayern das Licht der Welt erblickte.

Berater zu Hauptstadtthemen

Nach seinem Architekturstudium an der TU Wien war er ab 1972 in München, vorerst im Stadtentwicklungsreferat, danach im Planungsreferat, schließlich ab 1975 als Leiter der Abteilung „Räumliche Entwicklungsplanung“ tätig und war darüber hinaus Fachberater und Sachpreisrichter bei städtebaulichen Wettbewerben sowie Konsulent und Berater, insbesondere zu Hauptstadtthemen.

Obmann der Alpenland

1987 wurde Steiner zum Vorstandsvorsitzenden der NÖ Landeshauptstadt Planungsgesellschaft m.b.H. bestellt und als solcher hauptverantwortlich für die Errichtung des Regierungsviertels, das unter ihm zu einem unverwechselbaren, über die Grenzen des Landes hinweg bekannten, qualitätsvollen architektonischen Ensemble geworden ist. Seit 1999 war er oberster Herr über 47 Bahnhöfe in Österreich, wobei auch der Beginn der Neugestaltung des St. Pöltner Bahnhofs in seine ÖBB-Zeit fiel. Ab 2011 im Einsatz als Sanierer des Skylink-Desasters, ist er seit 2013 nunmehr Obmann der Wohnbaugenossenschaft Alpenland, um leistbares Wohnen für einkommensschwache Mitbürger zu sichern.


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