Diözesanmuseum St. Pölten zeigt die sakralen Werke des großen Barockmalers Kremser Schmidt
ST. PÖLTEN. Im Diözesanmuseum wurde vergangene Woche die Sonderausstellung „Out of the Dark – Kremser Schmidt. Das Strahlen des Sakralen“ eröffnet. Anlass ist das 300. Geburtsjubiläum Martin Johann Schmidts, des „Kremser Schmidt“.

Das Diözesanmuseum zeigt bis 31. Oktober eine umfangreiche Ausstellung über den großen niederösterreichischen Barockmaler und Sohn der heutigen Diözese St. Pölten. Bei der Ausstellung werden vornehmlich Arbeiten sakraler Thematik, die den überwiegenden Teil des Schaffens des Kremser Schmidt ausmachen, präsentiert. Bischof Klaus Küng sagte, der „Kremser Schmidt“ habe die Gabe gehabt, die Herzen der Menschen anzusprechen. Sein Schaffen gebe auch Einblick in die Kraft des Landes seiner Zeit und in eine beeindruckende Blütezeit.
Gemälde-Export bis nach Russland
Schmidt wurde in Grafenwörth als Sohn des Bildhauers Johannes Schmidt geboren. Von seinem Wachauer Wohnort aus prägte er mit seinen zahlreichen Werken die spätbarocke Kunst- und Sakrallandschaft der österreichischen Donauländer, indem er viele ihrer Kirchen und Stifte mit seinen Gemälden ausstattete. Gerade die an bedeutenden Stiften reiche Diözese St. Pölten weist in Kirchen, Pfarrhöfen, Klöstern und Stiftssammlungen eine enorme Fülle an Altar- und Andachtsbildern, Zeichnungen und Graphiken auf und kann mit gutem Grund als Zentrum seines Schaffens gelten. Schmidt lieferte seine Gemälde in die nähere Umgebung und exportierte Auftragswerke in andere Bundes- und Nachbarländer wie Bayern, Mähren, Ungarn und sogar bis in das heutige Polen und Russland.
Öffnungszeiten:
- 5. Mai bis 31. Oktober 2018
- Dienstag – Freitag: 9–12 Uhr und 14–17 Uhr
- Samstag: 10–13 Uhr
- Sonntag und Feiertag (nur im Juli und August): 10–13 Uhr
- Führungen nach Vereinbarung


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