Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Kulturhauptstadt 2024 birgt große Chance für St. Pölten und die umliegende Region

Thomas Lettner, 03.09.2018 13:13

ST. PÖLTEN. In der Musikschule St. Pölten hielt die von der Stadt St. Pölten und dem Land NÖ gegründete NÖ Kulturlandeshauptstadt St. Pölten GmbH vergangenen Freitag Zwischenbilanz über die Bewerbungsvorbereitungen St. Pöltens zur Kulturhauptstadt Europas 2024.

  1 / 2   Informierten über den aktuellen Stand der Bewerbung St. Pöltens zur Kulturhauptstadt Europas 2024: (v.l.) Geschäftsführer Michael Duscher, Bürgermeister Matthias Stadler, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Professor Rudolf Scheuvens Foto: Thomas Lettner

Der Bewerbungsprozess zur Kulturhauptstadt 2024 biegt nun in die Zielgerade ein. „Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs entwickelt sich Niederösterreich zur Kulturregion. Wir wollen aber nicht stehenbleiben, sondern uns weiterentwickeln“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Niederösterreich solle attraktiver gemacht werden, weil es dadurch wirtschaftlich und touristisch profitiere.

Lösungen für den öffentlichen Raum

Der bisherige Bewerbungsprozess, der von allen mitgetragen und mitgestaltet werde, habe gezeigt, welches kulturelle und touristische Potenzial in St. Pölten und der Region um die Landeshauptstadt vorhanden sei. Man wolle verstärkt gemeinsame Lösungen für den öffentlichen Raum der Landeshauptstadt entwickeln wie die Gestaltung des Domplatzes oder eine neue Verbindung zwischen Altstadt und Regierungsviertel mit dem Kulturbezirk.

Entwicklung zur selbstständigen Kulturregion

St. Pölten befinde sich auch im Zentrum eines Kulturraumes, der in die Bewerbung miteinbezogen werden soll, so Mikl-Leitner weiter. Als Beispiele dafür nannte sie die Wachau, Grafenegg, die Schallaburg, Krems mit seiner Kulturmeile und die neue Landesgalerie Niederösterreich. „Das ist eine gute Chance, aus St. Pölten und der umliegenden Region zukünftig eine selbstständige Kulturregion zu entwickeln“, meinte sie. St. Pölten habe den Vorteil, dass schon sehr viel Infrastruktur vorhanden sei. Jetzt gehe es darum, diese zu vernetzen.

St. Pölten als Musterstadt

Darüber hinaus wolle man St. Pölten auf europäischer Ebene als Musterstadt für vergleichbare europäische Städte positionieren. Mikl-Leitner begründete das unter anderem mit der Lage St. Pöltens im Herzen Europas, der Nähe zu Großstädten wie Wien, Prag und Bratislava und den Anbindungen an die wichtigen Verkehrsachsen. Man werde alles unternehmen, um St. Pölten zur Kulturhauptstadt Europas 2024 zu machen, so die Landeshauptfrau abschließend.

Kulturstadt statt Kunststadt

Bürgermeister Matthias Stadler bezeichnete die Bewerbung St. Pöltens als richtigen Schritt zur richtigen Zeit. Die Hauptstadtwerdung vor 30 Jahren habe für Aufbruchsstimmung gesorgt und viel Erfahrung gebracht, diese Entwicklung sei jedoch noch lange nicht abgeschlossen. Eine „Mittelstadt“ zu sein habe den Vorteil, auf der einen Seite viele zentrale Einrichtungen zu haben und auf der anderen Seite überschaubar zu sein, so Stadler. St. Pölten wolle zudem nicht „Kunststadt“ sein, sondern Kulturstadt, wo Kultur für und mit den Menschen erlebbar ist. Stadler erwähnte ebenfalls, dass es ein Fixpunkt sei, den öffentlichen Raum einzubinden. Dafür sei eine Projektgruppe eingerichtet worden, in der auch Stadtplaner Jens de Buck vertreten ist.

Budgetrahmen 60 Millionen Euro

Michael Duscher, der Geschäftsführer der NÖ Kulturlandeshauptstadt St. Pölten GmbH, informierte über den Zeitplan bis zur Entscheidung. Bis Ende dieses Jahres wird die Bewerbung (Bid Book) eingereicht, Ende Jänner 2019 findet eine Präsentation im Bundeskanzleramt statt. Im Jahr 2019 werden auch die Projekte konkretisiert. Die Präsentation vor Vertretern der EU findet im November 2019 statt. Ende November 2019 wird dann die Entscheidung fallen, ob St. Pölten den Zuschlag erhält. Es habe in den vergangenen Monaten 151 Einzelgespräche mit Vertretern der Kultur, Wirtschaft und des Tourismus gegeben, man habe klare Leitthemen ausgearbeitet und strategische Arbeitsfelder definiert, so Duscher. Der Budgetrahmen für die Kulturhauptstadt 2024 bewege sich ähnlich wie bei vorherigen Kulturhauptstädten bei 60 Millionen Euro.

Qualität vorantreiben

Professor Rudolf Scheuvens von der TU Wien zeigte sich beeindruckt von der Qualität der „Mittelstadt“ St. Pölten, vom reichen kulturellen Leben und den vielen verschiedenen Facetten der Landeshauptstadt. „Diese Qualität voranzutreiben, Themen herauszuarbeiten und all das in den Fokus zu rücken ist nun die Herausforderung schlechthin“, sagte Scheuvens.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Kulturscene 3150 veranstaltet Kabaretts und interessante Vorträge im Volkshaus Wilhelmsburg

Kulturscene 3150 veranstaltet Kabaretts und interessante Vorträge im Volkshaus Wilhelmsburg

WILHELMSBURG. Die Kulturscene 3150 konnte sich in den vergangenen Jahren bei ihren Veranstaltungen über Gäste aus Kärnten, Oberösterreich, ...

Tips - total regionalThomas Lettner
S-House in Böheimkirchen wird zum Kultur-Haus

S-House in Böheimkirchen wird zum Kultur-Haus

BÖHEIMKIRCHEN. Das „S-House“ in Böheimkirchen wird künftig auch für kulturelle Veranstaltungen geöffnet. Am Donnerstag, ...

Tips - total regionalThomas Lettner
Rock'n'Roll Highschool protestiert gegen die türkis-blaue Regierung

Rock'n'Roll Highschool protestiert gegen die türkis-blaue Regierung

ST. PÖLTEN. Die Rock'n'Roll High School veranstaltete vergangenen Donnerstag im RedPoint einen Protest-Donnerstag mit Auftritten des Solokünstlers ...

Tips - total regionalThomas Lettner

"Schornalist" Hubert Schorn erfüllte sich mit neuem Buch über Traisen- und Gölsental einen Herzenswunsch

WILHELMSBURG. Der in der Region und darüber hinaus bekannte Legendenmaler Hubert Schorn feierte heuer seinen 70. Geburtstag. Mitte November ...

Tips - total regionalThomas Lettner
Weihnachtskonzert: The Christmas Gospel gastieren in der Kirche Maria Lourdes in St. Pölten

Weihnachtskonzert: The Christmas Gospel gastieren in der Kirche Maria Lourdes in St. Pölten

ST. PÖLTEN. Einige der besten Stimmen der Südstaaten der USA erklingen, am Sonntag, 9. Dezember, 19.30 Uhr, in St. Pölten. The ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Filmvorführung von Ein wilder Sommer im Festsaal Böheimkirchen

Filmvorführung von "Ein wilder Sommer" im Festsaal Böheimkirchen

BÖHEIMKIRCHEN. Im Festsaal Böheimkirchen wird am Dienstag, 20. November, 19 Uhr, die Wachausaga „Ein wilder Sommer“ gezeigt.

Tips - total regionalThomas Lettner
Weitere Beiträge