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NÖ-Bäuerinnen wollen mehr mitreden (mit Fotoserie)

40.000 Mitglieder, darunter auch viele Frauen, die nicht in der Landwirtschaft tätig sind, haben sich in Niederösterreich in 389 Ortsvereinen und diese wiederum im Dachverband „Die Bäuerinnen Niederösterreich“ zusammengeschlossen. Mitgliedsbeitrag ist derzeit keiner vorgesehen. Seit drei Jahren hätte man an den Vereinsgründungen gearbeitet, erklärt Elfriede Schaffer, Geschäftsführerin von „Die Bäuerinnen“. Bisher waren die Damen aus der Landwirtschaft in einem relativ rechtsfreien Raum, lose über die Landwirtschaftskammer zusammengeschlossen. Das war etwa beim öffentlichen Ausschenken von Speis und Trank bei diversen Veranstaltungen u. a. mit steuerlichem Risiko behaftet. FOTOSERIE von der Veranstaltung im Bezirk St. Pölten Die Bäuerinnen wollen nun, ähnlich wie die Landjugend, interessens- und gesellschaftspolitisch agieren. Etwa die Arbeit der Frau in der Landwirtschaft, die Produktion von Lebensmittel, die Vermarktung und vieles mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Man wolle parteipolitisch unabhängig agieren, so Schaffer in einer Presskonferenz in Rabenstein (Bezirk St. Pölten), aber „wir erhoffen uns schon auch politische Stellungnahmen seitens der Bäuerinnen zu gesellschaftsrelevanten Themen“, ergänzt NR Hermann Schultes als oberster Bauernvertreter des Landes. FOTOSERIE von der Veranstaltung im Bezirk St. Pölten Seitens des Dachverbandes habe man kein Durchgriffsrecht auf die 389 ortsansässigen autonomen Vereine der Bäuerinnen, allerdings „wenn ein Verein die Statuten auf eigene Faust ändern will, wird sich der Dachverband schon einschalten“, so Schaffer. FOTOSERIE von der Veranstaltung im Bezirk St. Pölten Mit Irene Neumann-Hartberger (40) haben sich die Damen aus allen Ecken Niederösterreichs gleich auch eine neue Präsidentin gewählt. Die Wiener Neustädter Bezirksbäuerin und Landeskammerrätin die an der HBLA Sitenberg-Reidling (Bezirk Tulln) maturierte, bewirtschaftet mit ihrem Mann eien Milchviehbetrieb mit Kalbinnenaufzuch sowie 30 Hektar Grünland und 20 Hektar Acker. Einer ihrer beiden Söhne hat sich dieser Tage auch bereit erklärt, in den elterlichen Betrieb einzusteigen. An oberster Stelle stünden für Neumann-Hartberger „die Gemeinschaft, das Nützen des Potenzials der Vereine in Richtung Konsumenteninformation und Bewusstseinsbildung in den eigenen Reihen“. Aber auch die Imagepflege und Äußerungen zu politischen Themen seien ihr Anliegen. Man wolle einfach in der Öffentlichkeit mehr mitreden. In der Funktion als oberste Bäuerinnenvertreterin folgt sie Maria Winter nach, die ihre Funktionen aus privaten Gründen zurücklegte. FOTOSERIE von der Veranstaltung im Bezirk St. Pölten „Wir brauchen Frauen in der Gesellschaft“, meint Hermann Schultes in Rabenstein an der Pielach. Frauen könnten wichtige Themen der Landwirtschaft, wie Lebensmittelqualität, Bewusstsein für regionalen Ursprung uvm. Öffentlichkeitswirksam transportieren. Die Bäuerinnen hätten auch Finanzhoheit, würden von der Landwirtschaftskammer aber mittels personelle Ressourcen (Sekretariatsarbeiten, Organisation, Beratung, Weiterbildung) unterstützt werden. Niederösterreich sei das erste Bundesland, wo die Bäuerinnen nun neu organisiert seien. Vielleicht sei das ja auch für die restlichen Bundesländer beispielgebend, so Schultes. FOTOSERIE von der Veranstaltung im Bezirk St. Pölten KontaktTips St. PöltenRedaktion: Werner Pelz, Mobil: 0676 700 11 75, Mail: w.pelz@tips.at bzw. we_pe@gmx.at


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