
Wenn Kinder ins Spital müssen, sind sie mitunter ganz besonderen Belastungen ausgesetzt. Im Uniklinikum St. Pölten geht man hier ganz neue Wege. Anregungen holte man sich aus einer amerikanischen Studie, wo iPads vor Operationen als Ablenkung für junge Patienten eingesetzt wurden. Je nach Alter und Entwicklungsstand der Kinder suchen sich die jungen Patienten gemeinsam mit dem sozial-heilpädagogischen Team Programme und Spiele aus, die sie gerne sehen oder spielen möchten. Dann kommt das iPad in eine Schutzhülle und wird am Bett befestigt. Das Gerät bleibt sowohl während der Fahrt in den OP als auch im OP–Vorbereitungsbereich beim Patienten. Erst unmittelbar vor der OP wird das iPad vom Pflegepersonal weggelegt und kommt gemeinsam mit dem Patienten auf die Abteilung zurück. Bei besonders aufgeregten Kindern hilft das iPad zur Beruhigung und zeitweiligen Ablenkung. Auch bei Jugendlichen ist das iPad eine willkommene Ablenkung oder wird, wie ein Patient es einmal ausdrückte, als „gscheit gschmeidig“ erlebt. Mit finanzieller Hilfe des Vereins der „St. Pöltner Babyhilfe“, startete das Projekt iPad als einzigartiges Pilotprojekt österreichweit.


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