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ST. PÖLTEN. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen wurde heute um 8:30 Uhr im Schwurgerichtssaal der Prozess gegen ...

  1 / 2   Im Landesgericht geht heute der Prozess gegen einen 14-Jährigen Möchtegern-Terroristen über die Bühne. Das Urteil wird bis 15 Uhr erwartet. Foto: Pelz
... den 14-jährigen Terrorverdächtigen Mertkan G. am Landesgericht eröffnet. Es wird angenommen, dass im bis 15 Uhr geplanten Verfahren auch bereits ein Urteil gefällt wird. Der türkischstämmige junge Mann wohnte bislang mit Mutter und Schwester in der Landeshauptstadt. Er kam 2007 nach Österreich und dürfte Anfang 2014 durch Propagandamaterial der Terrormiliz „Islamischer Staat“ erstmals in Kontakt gekommen sein. Der aufgrund seiner Jugend wohl wenig stabile Mann wurde im Laufe der Zeit durch die krausen Ideen der Terroristen religiös illuminiert und in der Folge radikalisiert. Er fasste sogar den Entschluss, sein Leben auf´s Spiel zu setzen und sich den religiös-terroristischen Eiferern anzuschließen um in den sogenannten „heiligen Krieg“ zu ziehen. Zudem soll er sogar mit Verbindungsleuten der Terrorgruppe aufgenommen haben und ihnen zugesagt haben, noch vor seiner Abreise aus Wien einen Terroranschlag in einem Bahnhof zu begehen, wozu er im Internet gezielt nach Anleitungen zum Bau von Sprengstoffeinrichtungen suchte.   Terrorverdächtiger tauchte unter Die zunehmende Radikalisierung des Möchtegern-Terroristen fiel seinem Umfeld auf und führte zu seiner Festnahme im Oktober 2014. Nach 14 Tagen wurde er gegen strenge Auflagen und Weisungen aus der Untersuchungshaft entlassen. Im Jänner 2015 tauchte er plötzlich unter und nach Verstoß gegen seine Auflagen in Wien erneut festgenommen. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich in Begleitung seines 12-jährigen Freundes, den er überreden wollte, sich mit ihm dem Dschihad in Syrien anzuschließen.   Anklage Die Staatsanwaltschaft St. Pölten wirft dem angeklagten Minderjährigen vor, im Herbst 2014 persönlichen Kontakt zu Anhängern der Terrororganisation IS-Islamic State (IS) bzw.  al-Qaida hergestellt zu haben, um sich in Syrien am bewaffneten Kampf zu beteiligen. Ebenfalls wird ihm vorgeworfen, sich über eine Webseite der Terrororganisation al-Qaida eine Anleitung zum Bau einer Sprengvorrichtung verschafft zu haben, zum Zwecke einen Anschlag zu verüben. Außerdem, wird ihm vorgeworfen, dass er einen 12-jährigen Freund für den IS zu rekrutieren wollte.  

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