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Leserartikel Werner Pelz, 08.08.2015 00:39

ST.PÖLTEN/NÖ/BGLD. 18 Einbruchsdiebstähle gehen auf das Konto von drei Tätern. Nach langwierigen Ermittlungen wurden die mutmaßlichen Täter nun gefasst.

Fahrscheinautomat wurde brutal aufgezwängt und geplündert. Foto: LPD NÖ
  1 / 3   Fahrscheinautomat wurde brutal aufgezwängt und geplündert. Foto: LPD NÖ

Seit März des heurigen Jahres musste die ÖBB mitansehen, wie ein Automat nach dem anderen brutal geknackt wurde. Dabei gingen die Übeltäter stets nach dem gleichen Muster vor: Sie hoben die Automatentüren an, zwängten sie mit einem Schraubenzieher auf und rissen die Geldkassette aus ihrer Halterung. 71.000 Euro Sachschaden und gestohlenes Geld werden beklagt.

Jedoch machten ihnen die Spezialisten des Landeskriminalamts Niederösterreich nun den Garaus. Ein einschlägig vorbestrafter 30-jähriger rumänischer Staatsangehöriger konnte als Täter ausgeforscht werden. Als Mittäter steht ein 34-jähriger  rumänischer Staatsbürger im Verdacht. Dieser Mittäter wurde am 15. Mai 2015 in Deutschland wegen Schlepperei in Untersuchungshaft genommen. Bei einer Beschuldigtenvernehmung in der Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim legte er ein umfassendes Geständnis ab und belastete seinen 30-jährigen Landsmann als Haupttäter. Gegen den 34-Jährigen  wurde ein EU-Haftbefehl erwirkt, er wurde am 21. Juli 2015 von Deutschland nach Österreich ausgeliefert und in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.

Spezialeinheit angefordert

Weitere Ermittlungen ergaben, dass ein 24-jähriger Rumäne der neue Mittäter des 30-Jährigen Haupttäters ist. Mit Unterstützung des Einsatzkommandos COBRA wurden die beiden in einem Zimmer eines Hotels im dritten Wiener Gemeindebezirk widerstandslos von den Beamten des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Ermittlungsbereich Diebstahl und Einbruch, festgenommen. Bei den anschließenden Vernehmungen zeigten sich die beiden Täter geständig.

Den Beschuldigten konnten insgesamt 18 Einbruchdiebstähle in Fahrscheinautomaten nachgewiesen werden. 16 Einbrüche wurden an Bahnhöfen zum Nachteil der ÖBB und 2 Einbrüche bei U-Bahn-Stationen zum Nachteil der Wiener Linien begangen. Außerdem geklärt wurde eine gefährliche Drohung gegenüber einem Zeugen, der in Schwechat die Täter bei einem Einbruch beobachtete. Der 24-jährige Beschuldigte bedrohte dabei den Zeugen mit einem großen Schraubenzieher, den er dem Zeugen an die Brust hielt. Nachdem der Zeuge die Hände in die Höhe streckte, ließ der Beschuldigte von ihm ab und flüchtete.

Die Einbruchsdiebstähle wurden an folgenden Bahnhöfen verübt:

Brunn am Gebirge, Wien-Simmering, Klosterneuburg, 2x Gumpoldskirchen, 2x Gedersdorf, Hadersdorf am Kamp, Neusiedl am See, Petronell Carnuntum, Bad Deutsch-Altenburg, Schwechat, Markersdorf an der Pielach, Sollenau, Gramatneusiedl, Neulengbach, zweimal U-Bahnstation Zippererstraße 1100 Wien.


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