ST. PÖLTEN/PIELACHTAL/SIERNING. Mensch und Landtiere stöhnen unter der brütenden Hitze derzeit. Dabei kommen sie noch recht gut davon. Fische haben es hingegen noch schwerer, denn ihr Leben steht aufgrund niedrigen Wasserstandes und schlechter Sauerstoffwerte ihres Lebensraumes auf dem Spiel.

Im größten Fluss der Region - der Traisen – sinkt der Wasserpegel von Tag zu Tag. Dazu kommt die starke Veralgung und die durch die Sonneneinstrahlung steigende Wassertemperatur. Soweit sich die Kiemenatmer in tiefere und sauerstoffreichere Stellen retten können – zumeist in Bereich von Wehranlagen - überleben die zahlreichen Fische des gezähmten Gebirgsflusses. Stark betroffen sind etwa die großen Forellen und sämtliche Weißfischarten aller Größen. Wenn nicht bald Regen kommt, sind auch ihre Tage gezählt. Aufgrund bestehender Verträge dürfen Wasserkraftwerksbetreiber jetzt nur mehr kleinere Mengen des kostbaren Nasses über Mühlbäche abzuleiten.
Donaulachse in Gefahr
Auch die Pielach, eine der fischreichsten und naturbelassensten Flüsse Österreichs, ist von massivem Fischsterben betroffen. Hier ist vor allem der seltene Huchen – auch Donaulachs genannt – ein Salmonide - in Gefahr.
Kontaminiertes Löschwasser tötet Fische
Anders ist die Sache in der Sierning. Der kleine, in Kilb (Bezirk Melk) entspringende Fluss der auch in St. Margarethen und Haunoldstein den Bezirk St. Pölten betritt, kam es zu einem massiven Fischsterben, das nicht allein durch die Hitze ausgelöst wurde, sondern durch kontaminiertes Löschwasser. Es gelangte nach einem Brand eines Strohstadels in Hürm (Bezirk Melk) in die naheliegende Sierning. Tausende Fische sind verendet.


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