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„Die Ablenkung beim Autofahren ist derzeit eine große Unfallgefahr“

Leserartikel Werner Pelz, 30.09.2015 10:03

ST. PÖLTEN/KIRCHBERG A.D. PIELACH. „Wir haben ein Problem mit der Ablenkung am Steuer“, stellt Richard Mader, der Betreiber der Fahrschule Sauer, fest. Die Benutzung des Handys am Steuer stellt eine weit unterschätzte Gefahr dar.

Fahrschulbetreiber Richard Mader setzt auf Regionalität und Kundennähe. Foto: Pelz
  1 / 3   Fahrschulbetreiber Richard Mader setzt auf Regionalität und Kundennähe. Foto: Pelz

Immer wieder beobachte er, wie Personen während des Lenkens eines Fahrzeugs telefonieren oder SMS schreiben. „Das ist ein absolutes No-Go. Damit gefährdet man nicht nur sich selbst akut, sondern vor allem andere Verkehrsteilnehmer enorm“, so Mader. Die Sensibilität für diese Problematik könne nicht das beste Computerausbildungsprogramm vermitteln, sondern „das muss von Mensch zu Mensch geschehen“, so der Fahrschulbetreiber.

Überhaupt setzt Mader in der Führerschein-Ausbildung auf ein persönliches Vertrauensverhältnis zwischen Trainer und Kunde. „Ich will, dass man die Trainer meiner Fahrschule kennt, Trainer die aus der Region kommen, ich will Trainer, denen die Kunden eigentlich schon vor der Ausbildung vertrauen.“

Nahe bei den Kunden

Daher setzt die Fahrschule Sauer auf Regionalität und kommt sozusagen mit der Fahrschule zu den Kunden. „Genau deshalb haben wir den seit Jahrzehnten traditionellen Stützpunkt in Kirchberg/P. ausgebaut“, so Mader. Hier könne man sich einmal pro Monat zu Kursen anmelden, erkärt der Inhaber der Fahrschule Sauer. Mader legt Wert drauf, dass jeder Anfänger alles von der Pike auf lernt. Das sei anders als bei Mitbewerbern, wo völlig unerfahrene Fahrschüler „gleich am ersten Tag auf öffentlichen Straßen fahren“. „Ein Kandidat muss bei uns erst das Lenken eines Fahrzeugs beherrschen, was er auf dem fahrschuleigenen, 11.000 m2 großen Verkehrstrainingsplatz übt. Im geschützten Bereich lässt sich Autofahren ohne Druck erlernen. Fehler stellen damit keine Gefahr dar“, erklärt Mader. Gut sei, dass heutzutage – anders als früher – viel mehr Fahrstunden absolviert werden müssen. „Das sorgt für bessere Fahrer und mehr Sicherheit auf den Straßen.“

Wunsch an Gesetzgeber

Wo sich Mader – er ist auch in der Kammer bei der Fachvertretung tätig – vom Gesetzgeber allerdings eine Änderung wünsche, sei die Ausbildung zum Bus oder Lkw-Lenker. „Wenn man bedenkt, dass ein angehender Buschauffeur, der dann bis zu 60 Personen befördern kann, nur acht Fahrstunden absolvieren muss, dann ist das sehr wenig!“ Auch im Bereich der Lkw-Führerscheinausbildung könnte er sich Verbesserungen vorstellen. Vor allem sollten hier Anreize geschaffen werden, damit wieder mehr den Lkw-Führerschein machen, denn Spediteuren fehlen immer häufiger Fahrer, die sie von immer weiter herholen müssen.


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