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SANKT PÖLTEN. Viele Niederösterreicher haben ein leeres Gurkenglas zum Katastrophenhelfer für Hungerhilfe und Kriegsvertriebene im Nahen Osten gemacht, indem sie über den Sommer Kleingeld für die Caritas Kampagne „Zukunft ohne Hunger“ gesammelt haben. Dabei und durch die Augustsammlung in Pfarren sowie durch weitere Spenden von Privatpersonen und Unternehmen konnte insgesamt ein Spendenerlös von 263.800 Euro erzielt werden.
 

Gemeinschaftlicher Gemüsegarten in Goumon im östlichen Senegal.
  1 / 2   Gemeinschaftlicher Gemüsegarten in Goumon im östlichen Senegal.

Mit dem Geld werden Ernährungs-, Wasser-, Landwirtschafts-, Viehzucht- und Bildungsprojekte unterstützt. Lukas Steinwendtner, Leiter der Auslandshilfe der Caritas St. Pölten, erklärt: „Im Senegal sind 27 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren chronisch unterernährt. Das sind 564.000 Kinder, die aufgrund von Unterernährung akut gefährdet sind, vor ihrem fünften Jahr zu sterben oder sich nicht richtig körperlich entwickeln können“.

Schulgärten für Kinder

Mit Schulgärten für Kinder, gemeinschaftlichen Gemüsegärten, Tierzucht, Brunnen – und Zisternenbau in Tambacounda, Kolda und Ziguinchor leiste die Caritas laut Steinwendtner  einen wichtigen Beitrag, die Ernährungssituation armer Familien in entlegenen Regionen erheblich zu verbessern. „Familien können dadurch besser ihre Kinder und sich selbst ernähren und sind besser gegen die Folgen von Unterernährung geschützt“, unterstreicht der Leiter der Auslandshilfe.

 

Hilfe für Kriegsvertriebene

Mit den Mitteln der Kampagne werde auch Kriegsvertriebenen direkt im Libanon, Irak und Jordanien geholfen. Mehr als zwölf Millionen Menschen seien dort auf Überlebenshilfe angewiesen. Mit den Erlösen sollen Flüchtlingsfamilien mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygienepaketen, sowie Matratzen, Decken und Küchenutensilien unterstützt werden.


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