Demenzkranke bedürfen besonderer Aufmerksamkeit in der Pflege
ST. PÖLTEN. Das, was für gesunde Menschen eine Selbstverständlichkeit ist, kann für von Demenz Betroffene zu einer großen Belastung werden. Deshalb ist hier - ab einer gewissen Fortschreitung der Erkrankung - Pflege unabdingbar. Die Pflege und Betreuung von demenzkranken Personen gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben im Umgang mit hochbetagten Menschen und erfordert speziell ausgebildete Pflegekräfte.

13 Absolventinnen des Lehrgangs „Pflege bei Demenz“ haben jüngst für ihren erfolgreichen Abschluss ihre Zeugnisse entgegengenommen. Dieser Lehrgang wurde vom Bildungsmanagement Heime an der NÖ Landesakademie in Kooperation mit der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege am Landesklinikum St. Pölten konzipiert und umfasst insgesamt 256 Unterrichtseinheiten in Theorie und 80 Unterrichtseinheiten Praxis.
Demenzerkrankten das Leben erleichtern
Kenntnisse über die Biografie eines Menschen können helfen, die Bedürfnissignale besser zu verstehen und nur dann können die Bedürfnisse jedes Einzelnen auch berücksichtigt werden. „Durch Setzen von vielen kleinen Haltegriffen, Erinnerungszeichen für Menschen mit Demenz, kann der Weg der Erkrankten schöner gestaltet werden. Je stärker die Beziehung zu den Menschen mit Demenz ist, umso größer ist die Vertrauensbasis und umso besser können wir sie verstehen“, erklärt Soziallandesrätin Barbara Schwarz im Rahmen der feierlichen Zeugnisverleihung.
Theorie und Praxis
Sechs Lernfelder beinhalten Themenbereiche wie z.B. „Pflege von Menschen mit Demenz begründen, planen, durchführen und kontrollieren“, „Vertiefung medizinwissenschaftlicher und gerontologischer Grundlagen zum Standbild einer Demenz“, „Rechtliche Rahmenbedingungen“, „Interaktion und Kommunikation“ und „Ethik in der Pflege“. Ziel dieser Weiterbildung ist die Möglichkeit zu erhalten, sich mit der gelebten Praxis in der Theorie auseinanderzusetzen und den daraus gewonnen Lernzuwachs wieder in die Praxis umzusetzen.
Prominente Gratulantenschar
Unter den weiteren Gratulanten befanden sich, neben der Soziallandesrätin, u.a. der Gruppenleiter der Gruppe Gesundheit und Soziales im Amt der NÖ Landesregierung, Otto Huber, Petra Schnettgen (Stv. Direktorin der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege am Landesklinikum St. Pölten), Christine Lindenthal (i.V. der Obfrau der Fachgruppe Pflege), Sylvia Waldschütz (Lehrgangsleitung an der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege am Landesklinikum St. Pölten) und Gottfried Feiertag (Vorsitzender-Stv. Zentralbetriebsrat der NÖ Landeskliniken und Landespflegeheime).
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