ST. PÖLTEN. Wegen der Entführung der schönen Helena entbrannte einst der Trojanische Krieg. Jeder Mann ihrer Zeit wollte sie besitzen. Die Maße der Schönen Helena, die in den kommenden Monaten durch die Geschäfte der Landeshauptstadt tourt, entspricht dagegen der einer durchschnittlichen österreichischen Frau.

Die Schaufensterpuppe Helena hat nämlich die Maße 106/80/106 und trägt Konfektionsgröße 42. Das Büro für Diversität der Stadt St. Pölten will mit dieser Aktion auf die verzerrte Darstellung des menschlichen – speziell des weiblichen – Körpers in der Werbe-Öffentlichkeit aufmerksam machen. Unter dem Motto „Der ideale Körper ist der, in dem wir uns wohl fühlen“ soll sie den Menschen beim Einkauf bewusst machen, dass die Konfektionsgröße XS nicht dem Normalbild der Frau entspricht.
„Enge Schnitte, Größe 34 und Modeplakate, die diesen Trend fördern – Tatsache ist, dass Schönheitsideale viele Mädchen und Frauen krank machen. Besonders junge Frauen werden oft auf ihr Aussehen reduziert. Aber auch immer mehr Burschen und Männer geraten unter physischen und psychischen Druck. Das Selbstbewusstsein der heranwachsenden Generation hat dadurch einen gehörigen Knacks bekommen. Dabei wäre es ganz einfach, denn: Den idealen Körper gibt es. Es ist jener, in dem man sich wohl fühlt“, sagt Martina Eigelsreiter vom Büro für Diversität.
Die „Schöne Helena“ wird vom Büro für Diversität an St. Pöltner Geschäfte verliehen. Zusätzlich macht ein Informationsschild auf die Hintergründe aufmerksam. Derzeit befindet sich Helena in der barrierefreien Boutique Noblesse von Silvia Buchetitsch in der Marktgasse 3. Reservierungen werden vom Büro für Diversität der Stadt St. Pölten (02742/ 333 2036, Mail: diversitaet@st-poelten.gv.at) entgegengenommen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden