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ÖVP übt scharfe Kritik an geplantem AKW-Ausbau

Thomas Lettner, 09.09.2016 10:42

ST. PÖLTEN. Nach Bestreben der tschechischen Regierung soll das Atomkraftwerk Dukovany, das nur 32 Kilometer von der Landesgrenze entfernt liegt, um zwei neue Atomreaktoren ausgebaut werden. Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) wird im Zuge des Verfahrens zur Umweltverträglichkeitsprüfung eine Stellungnahme des Landes NÖ mit scharfer Kritik an den Ausbauplänen abgeben.

Landtagsabgeordnete Doris Schmidl und Landesrat Stephan Pernkopf Foto: Büro LR Pernkopf
Landtagsabgeordnete Doris Schmidl und Landesrat Stephan Pernkopf Foto: Büro LR Pernkopf

Die Volkspartei im Bezirk St. Pölten ruft ebenfalls zu einer lautstarken Bewegung gegen Atomkraft vor unserer Haustüre auf. „Atomkraft ist ein nicht beherrschbares Sicherheitsrisiko. Deshalb ist echt wichtig, dass jede und jeder einzelne mit ihrer und seiner Stimme das Land NÖ unterstützt und ein kräftiges Zeichen gegen Atomkraft abgibt“, betont Landtagsabgeordnete Doris Schmidl.

In der Stellungnahme des Landes sind alle Sicherheitsbedenken aus niederösterreichischer Sicht schwarz auf weiß dokumentiert. Zum einen ist das die direkte Betroffenheit aufgrund der geringen Entfernung zu Niederösterreich. Zum anderen geht es um fehlende Sicherheitsreserven bei Erdbeben, die in europäischen Stress-Tests nach Fukushima festgestellt worden sind. Darüber hinaus ist die Aufrüstung der sicherheitsrelevanten Systeme und Komponenten immer noch nicht abgeschlossen. Zudem ist auch die Haftungsfrage und Situation bezüglich Endlager vollkommen ungeklärt.

Konkret unterstützt werden kann die Stellungnahme des Landes Niederösterreich auf www.energiebewegung.at und der Landes-Website www.noel.gv.at. Alle bis 23. September eingelangten Stellungnahmen werden gesammelt den tschechischen Behörden übermittelt.


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