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St. Pöltner Autor veröffentlicht seinen neuen Roman "Das Spiel der Bestie"

Thomas Lettner, 23.08.2017 12:00

ST. PÖLTEN. Schon als Kind schrieb der St. Pöltner Andreas Engelbert Till Liebesgedichte und Geschichten. Später verschlang er die Werke von Hermann Hesse, Erich Maria Remarque, Jack London oder Upton Sinclair. Seit kurzem hat der 53-Jährige unter dem Kürzel AE Till seinen dritten Roman „Das Spiel der Bestie: Roman über Freundschaft. Verrat. Liebe. MORD.“ veröffentlicht.

  1 / 2   Andreas Engelbert Till scheibt zwar schon seit seiner Kindheit, sein erstes Buch verfasste er aber erst vor einigen Jahren. Foto: E. Bachinger

Obwohl ihn das Schreiben stets begleitete, wagte sich Till vorerst nicht an Buchprojekte heran. Stattdessen zog es den gelernten Maschinenschlosser und Restaurantfachmann hin zur Musik. 1990 wurde er Texter und Sänger der St. Pöltner Dialekt-Rock-Reggae-Band „Dadü“. Nach der Auflösung der Band zwei Jahre später befasste sich Till gemeinsam mit seinem Freund und Bandmitglied Roland Kugler mit elektronischer Dance-Musik. Bis 2009 war Till nicht nur Texter, sondern auch Komponist, Produzent und Remixer für erfolgreiche nationale und internationale Musicacts wie Foggy oder van Gould, von denen manche sogar die Charts stürmten.

Drei Jahre Arbeit am Buch

2012 brachte Till mit „Die Traurigkeit der Stunden“ einen kleinen Gedichtband heraus. „Ich wollte schauen, wie die Reaktionen darauf sind, und sie waren überraschend gut“, erinnert er sich. Darauf ermutigte ihn Rebecca-Fiona Haupt, eine Freundin Tills, ein Buch zu schreiben. Haupt war es auch, die das Cover für „Das Spiel der Bestie“, an dem Till drei Jahre lang schrieb, entwarf. Das Buch handelt von einem Mann, der einem Freund einen Lottoschein stiehlt, für den er acht Millionen Euro erhält. Der Dieb ahnt nicht, dass mit dem Lottoschein eine rätselhafte Unglücksserie, die den Bestohlenen sein Leben lang verfolgte und die er als „die Bestie“ bezeichnete, auf ihn überspringt. Als sich Unfälle im Umfeld des Diebes mehren, wird er immer wahnhafter. Um der Bestie zu entkommen, versucht er sich von ihr freizukaufen, indem er einer Person eine Million Euro schenkt. Diese entpuppt sich aber als ein Köder, um ihn in eine perfekt vorbereitete Falle zu locken.

Buch besteht aus einzelnen, abgeschlossenen Kapiteln

Für die im Buch vorkommenden Charaktere ließ sich Till von Menschen, die er im Laufe seines Lebens kennenlernte, inspirieren. Im ersten bis zur Mitte des zweiten Teils werden verschiedene Personen und ihre Lebenssituationen vorgestellt. Die einzelnen Kapitel des Buches sind zwar abgeschlossen und erzählen eine eigene Geschichte, ab dem zweiten Teil des Buches verstricken sie sich aber immer mehr und laufen schlussendlich im dritten Teil zusammen. Zu Beginn schrieb Till nur den Anfang und das Ende des Buches, der Mittelteil ergab sich dann im Zuge des Schreibens. „Ich bin nicht der Typ, der die Kapitel auf einer Pinnwand anheftet, sondern ich mache alles intuitiv“, sagt der Autor.

Liebesgeschichte parallel zum Roman geschrieben

Ursprünglich hatte das Buch über 700 Seiten. Die Endfassung bringt es nach dem Kürzen immer noch auf stolze 511 Seiten. Parallel zu „Das Spiel der Bestie“ schrieb Till außerdem die Liebesgeschichte „Nacht: Geschichten über Liebe. Lüge. Verzweiflung. TOD.“, an dem er ein Monat arbeitete. Beide Bücher sind als Taschenbuch und als Ebook auf Amazon erhältlich, wo sie auch am Storyteller Award teilnehmen. Tipp: Am Mittwoch, 6. September, liest Andreas Till bei der offenen Lesebühne „Lesestoff & Schnaps“ im Musikcafé Egon.


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