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ST. PÖLTEN. NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) sowie Wasserrettungs-Präsident Markus Schimböck informierten gestern am Ratzersdorfersee über die vielfältigen Aufgaben der ehrenamtlichen Rettungseinheit, deren Angehörige im letzten Jahr in Summe 51.500 Einsatzstunden für die Sicherheit im Bundesland leisteten.

Fotos: Herbert Käfer
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Zu Beginn wies Königsberger-Ludwig als zuständiges Mitglied der NÖ Landesregierung für das Rettungswesen darauf hin, dass die Wasserrettung ein wichtiger Partner für die funktionierende Rettungskette im Bundesland sei und im Notfall jederzeit über die Notrufnummer 144 alarmiert werden könne. Als Sicherheitsnetz im Bereich der niederösterreichischen Gewässer sorge sie im Ernstfall mit ihren knapp 460 aktiven Mitgliedern für professionelle Hilfe.

Wasser birgt Risiken

„Rettungseinsätze am, auf und im Wasser sind keine einfache Sache, sondern ein Job für hochspezialisierte Einsatzkräfte“, erklärte Königsberger-Ludwig. Viele Menschen würden die Nähe zum Wasser suchen. Baden an heißen Sommertagen, aber auch erholsame Sparziergänge entlang von Bächen, Flüssen und Seen seien wunderbare Möglichkeiten, um Freizeit zu gestalten. Wasser berge aber auch viele Risiken in sich und könne sehr schnell gefährlich werden, so Königsberger-Ludwig

Heuer schon 15 Großeinsätze

Präsident Schimböck hielt fest, dass die Österreichische Wasserrettung NÖ im Vorjahr insgesamt zu 559 Einsätzen ausrücken musste. Das seien um etwa 12 Prozent mehr als 2016 gewesen, meinte Schimböck. Im Schnitt käme dabei jährlich für etwa zehn Menschen die lebensrettende Hilfe in letzter Sekunde. Auch heuer seien schon 15 Großeinsätze durchgeführt worden. Um sicher von diesen Einsätzen zurückzukehren, müsse ständig trainiert werden, auch gemeinsam mit anderen Rettungsorganisationen. Erst vor wenigen Wochen übten 150 Einsatz- und Rettungskräfte der verschiedenen Blaulichtorganisationen mehrere Rettungsszenarien bei der Katastrophenschutzübung „St. Pölten 18“.

Kinder sollten früh schwimmen lernen

Verstärktes Augenmerk forderte Schimböck im Zusammenhang mit der Schwimmausbildung von Kindern. Aktuell lerne nur noch jedes zweite Kind in Niederösterreich vor dem Schuleintritt schwimmen, so Schimböck, auch die Wasserrettung verzeichne zuletzt bei ihren Schwimmkursen rückläufiges Interesse, obwohl Kinder eigentlich sobald wie möglich schwimmen lernen sollten. „Jeder Nichtschwimmer ein Schwimmer, jeder Schwimmer ein Rettungsschwimmer. Würde dieser Leitsatz in unserer Gesellschaft bereits im Kindesalter umgesetzt werden, könnten viele Unfälle und Einsätze verhindert werden“, so Schimböck.


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