Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ST. PÖLTEN. Das Frequency sprengte heuer mit über 200.000 Besuchern alle Rekorde. Doch nach dem Frequency ist vor dem Frequency, und vielen Anrainern ist beim Gedanken an das nächste Festival wohl nicht zum Feiern zumute.

  1 / 2   Beim Frequency sind Freud und Leid nah beieinander. Einerseits der Spaß für die Besucher... Foto: Thomas Kainz

Beim Magistrat St. Pölten trudelten per Brief an Bürgermeister Matthias Stadler, die eigens eingerichtete Hotline oder bei Gesprächen vor Ort oder im Rathaus rund 100 Anraineranfragen und -beschwerden ein. Das Magistrat versicherte, dass alle davon behandelt und auch Pläne zur Verbesserung für nächstes Jahr ausgearbeitet werden. Das Frequency - so das Magistrat - habe aber auch seine positive Seiten: Handel, Gastronomie, Hotellerie und Transportunternehmen würden vom Festival stark profitieren. St. Pölten gewinne durch das Frequency an Image und ziehe daraus einen langfristigen touristischen Nutzen.

Polizei sind Hände gebunden

Die Beschwerden aus der Bevölkerung sind vielseitig. Nicht gerechnet habe man vonseiten des Magistrats mit der großen Anzahl an Wildcampern, die ohne gültiges Festivalticket angereist waren. In Zusammenarbeit mit der Exekutive und dem Veranstalter werde nach einer sinnvollen und vor allem auch praktisch umsetzbaren Lösung der Probleme im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten gesucht. Gegen die Wildcamper vorzugehen, ist jedoch nicht so einfach. „Wenn der Grundstücksbesitzer keine Besitzstörungsklage einreicht, fehlt der Polizei die rechtliche Handhabe“, sagte Stadtpolizeikommandant Franz Bäuchler.

Politik ist gefordert

Laut Bäuchler habe es während des Festivals kein einziges Delikt gegeben, wo ein Anrainer zu Schaden gekommen ist. Schwer zu kontrollieren seien die Parkverbote in den ans Festivalgelände angrenzenden Vierteln. „Während des Frequencys verdoppelt sich fast die Einwohnerzahl St. Pöltens. Wenn die Stadt ein solches Festival will, müssen Beschwerden von Anrainern in Kauf genommen werden“, spielt Bäuchler den Ball weiter an die Politik.

2019 nicht mehr Besucher als heuer

In einem direkt nach dem Festival erschienen Bericht der Bezirksblätter wurde von teilweise überfordertem Security-Personal am Festivalgelände gesprochen. Laut Christoph Käfer vom Veranstalter Barracuda Music habe es aber bis auf wenige Einzelfälle keine groben Unregelmäßigkeiten mit dem Security-Personal gegeben. Für 2019 werde der Übergang von der Space Stage auf die Green Stage und auch Richtung Campingplätze auf jeden Fall adaptiert. Von der Besucheranzahl her sei heuer die Maximalkapazität erreicht worden. Mehr sei auch in Zukunft nicht geplant.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden