„LebenskunstSterben“: Vernissage & Hospiz-Enquete
SANKT PÖLTEN. Der Hospiz- und Palliativ-Bewegung widmet sich eine Foto-Ausstellung im Landhaus, die noch bis 5. November zu sehen ist. Darüber hinaus lud der Landesverband Hospiz Niederösterreich zur jährlichen Hospiz-Enquete mit dem Thema „LebenskunstSterben“ ein.

Die Ausstellung im Landhaus nutzt die Fotografie als Medium für eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema „Leben und Sterben“. Mit dem Wissen einer palliativen Diagnose schauen den Betrachter Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts und manche mit Ehepartner an. Sie wissen um das Sterben in ihrem Leben. Den Portraitierten und den Betrachtern erschließt sich über die Kunst ein sensibler Weg, sich der eigenen Endlichkeit zu nähern. Die Fotos stammen von Gülay Keskin aus Heidelberg.
„Sterben in Würde und Selbstbestimmung“
„Ein Sterben in Würde und Selbstbestimmung ist eines der zentralen Anliegen in der Hospiz- und Palliativbetreuung. Die Versorgung der Patienten sowie psychologische Hilfestellung für die Familien sind von unschätzbarem Wert. Unsere Aufgabe ist es, ein würdevolles Leben bis zum letzten Atemzug zu ermöglich und zu sichern“, unterstrich Sozial-Landesrätin Barbara Schwarz im Rahmen der Enquete-Eröffnung.
Vorträge
Auf dem Programm der Enquete standen Vorträge namhafter Persönlichkeiten. Friedemann Nauck referierte zum Thema „Ist ein würdevolles Sterben nur möglich durch palliatives Denken und Handeln?“, Arnold Mettnitzer sprach über „Bruder Tod. Gedanken über den Erntedank des Lebens“, Judith Heizer legte ihre Gedanken zu „Manchmal am liebsten davonfliegen. Der „Totale Schmerz“ in der Palliative Care“ dar, und Georg Fraberger trug zu „Was bleibt vom Leben? Ende oder Neuanfang?“ vor.
Hospiz- und Palliativversorgung in NÖ
Insgesamt kann Niederösterreich mit derzeit 31 mobilen Hospizteams, 24 mobilen Palliativteams bzw. Palliativkonsiliardiensten, vier Palliativstationen in den NÖ Landeskliniken und sieben stationären Hospizen in den NÖ Pflegeheimen aufwarten.
Ausstellung „LebenskunstSterben“
Zu sehen bis: Donnerstag, 5. November
Landhaus St. Pölten, Foyer Haus 1A
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, 8.00 – 18.00 Uhr


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