Agnes Hodi: Die Gefahr ist immer mit dabei – sie wird ausgeblendet
ST. PÖLTEN. Der tragische Unfall von Kira Grünberg bewegt nach wie vor die Sportwelt. Auch St. Pöltens Nachwuchshoffnung im Stabhochsprung – Agnes Hodi – kennt die Gefahren. Spontanes VIDEO-Interview.

„Ich denke oft an Kira“, bekennt die ungarischstämmige Sportlerin, die im Bezirk wohnt und in Wien Sportwissenschaft studiert. Beeinflussen von Angst lässt sie sich dennoch nicht. „Passieren kann überall etwas. Daher trainiere ich gezielt nicht nur, um die Leistungen, sondern auch um die Technik zu verbessern“, so Hodi. Mit dem persönlichen Rekord von 3,91 Metern hat sie die letzte Saison beendet. Nun ist es Hodis Ziel, an diesen anzuknüpfen und diesen zu übertreffen. „Ich will in Bälde mindestens 4,20 Meter schaffen“, so die groß gewachsene Sportlerin.
Sie hofft, irgendwann auch einen Sponsor zu finden, der sie unterstützt. Derzeit greifen ihr die Eltern unter die Arme. Die österreichische Staatsmeisterin im Stabhochsprung will sich schrittweise an die Europa- und Weltmeisterschaften herantasten. Ersteres ist für die St. Pöltnerin realistisch. „Falls keine Verletzungen dazwischen kommen“, hofft sie.
Langfristiges Ziel seien aber die Olympischen Spiele. Ob der Damensport im Schatten des Herrensports stehe, glaube sie nicht, wenngleich die höheren Werte der Herren – derzeitiger Weltrekord 6,16 Meter – „natürlich mehr Aufmerksamkeit erregen“. Zweimal pro Tag zwei Stunden, außer Sonntag, trainiert Agnes Hodi. „Vergnügen“ – etwa langes Ausgehen – gibt es nicht: „Ich konzentriere mich auf den Sport. Ich muss ausgeschlafen sein, ausreichend trainieren und fürs Studium lernen.


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