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Leserartikel Werner Pelz, 29.01.2016 19:00

ST. PÖLTEN/NÖ. Sie sind in der höchsten österreichischen Spielklasse, kämpfen derzeit mit aller Kraft um den Klassenerhalt und unternehmen oft Tagesreisen zu Auswärtsmatches, die St. Pöltner Handballerinnen. Schützenkönigin Lisa Felsberger spricht im Tips-Interview über den Alltag im Handball.

Top-Torschützing Lisa Felsberger. Foto: Pelz
  1 / 5   Top-Torschützing Lisa Felsberger. Foto: Pelz

„Wir sind seit vielen Jahren erstmals wieder in der höchsten Handball-Liga (WHA)“, erzählt Felsberger, dafür müsse man auch viel trainieren. Viermal pro Woche sei das. Die Anerkennung hält sich dennoch in Grenzen. „Wir sind eine Randsportart. Handball rangiert leider weit hinter Fußball und als Damenmannschaft hat man es sowieso schwerer als die Handball-Männer, obwohl wir Gleiches leisten“, so die 22-Jährige, deren Talent eine Lehrerin in der Unterstufe entdeckt hatte.

Zu Auswärtsspielen nach Vorarlberg fahren sie um 5 Uhr in der Früh aus St. Pölten ab und kommen am nächsten Tag um 4 Uhr Früh wieder nach Hause. „Das ist ganz schön anstrengend. Aber es lohnt sich dieses Opfer für diese wunderbare Sportart.“ Felsberger ist Spielmacherin, das heißt, sie ist der „verlängerte Arm des Trainers, empfängt seine Anweisungen und setzt sie mit ihren Mannschaftskolleginnen auf dem Spielfeld um. Nun habe man mit Jan Packa erstmals einen Top-Auslandstrainer. „Er weiß, wie er uns motivieren kann, aber er merkt auch, dass wir als Amateure anders als Profisportler ticken. Das ist manchmal etwas schwierig für ihn.“

Die jüngste Spielerin der Handball-Damen ist 18, die älteste gerade einmal 25. „Wir sind ein junges Team und müssen noch einiges lernen“, erklärt Felsberger, die übrigens die meisten Treffer in Spielen erzielt. Ob sie in den Profisport wolle? „Solange man davon nicht leben kann, ist das unmöglich“, erklärt sie. Jetzt hat sie einmal ihr Architekturstudium bis zum Bachelor finalisiert und arbeitet als technische Zeichnerin in einem Büro.


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