Handballerinnen setzen auf fundierte Ausbildung und Kooperation
ST. PÖLTEN. Das Nö. Sport-Leistungs-Zentrum (SLZ) St. Pölten nimmt ab dem kommenden Schuljahr erstmals Handballerinnen auf. Mit Melissa Begovic, Katrin Betz und Djellza Hetemaj kommen drei der insgesamt vier Spielerinnen von der Union St. Pölten.

Das SLZ St. Pölten bietet neben dem fünfjährigen Oberstufenrealgymnasium (BORGL) und einer vierjährigen Bundeshandelsschule (BHASL) auch die in englischer Sprache abgehaltene Schulform Lower Austrian International School an. Um den Leistungssport besser zu fördern, dauert die Ausbildung am BORGL und an der BHASL ein Jahr länger als vergleichbare Oberstufenformen. Die Nachwuchshoffnungen Katrin Betz und Djellza Hetemaj werden ab Herbst das Oberstufenrealgymnasium besuchen, Melissa Begovic wird auf die Bundeshandelsschule gehen. „Wir haben schon viele Jahre versucht, unsere Mädchen im SLZ unterzubringen. Früher mussten sie immer ins ÖLSZ Südstadt gehen. Nachdem man dort aber auch Burschen aufnimmt, wurde das SLZ St. Pölten auch für Mädchen geöffnet“, sagte Andrea Halm, Terminkoordinatorin der Handballerinnen der Union St. Pölten. Die Vorteile am SLZ St. Pölten lägen nicht nur in der fundierten Ausbildung in der Sport- und Grundmotorik sowie in der Ausbildung im Handballsport, das SLZ würde im Gegensatz zu anderen Schulen auch das abendliche Vereinstraining besser berücksichtigen.
Verstärkung durch Spieler vom SK Keplinger Traun
Die WHA (Women Handball Austria) U18 ging heuer eine Spielgemeinschaft mit dem oberösterreichischen Verein SK Keplinger Traun ein. Weil es in OÖ laut Halm kaum noch Frauenmannschaften gibt, sie aber leistungsorientiert Handball spielen wollen, wandten sich einige Spielerinnen des SK Kep-linger Traun an die Union St. Pölten. Bisher trainieren mit den Schwestern Sandra und Christina Majetic zwei Traunerinnen in der niederösterreichischen Landeshauptstadt. Sandra Majetic bekam sogar einen Leihvertrag, womit sie in allen Altersklassen, in denen sie antreten darf, für St. Pölten spielberechtigt ist.
Neue Saison beginnt mit zwei Auswärtsspielen
Der Kern des Teams von Trainer Jan Packa, das sich seit über drei Wochen auf die neue Saison vorbereitet, verändert sich nicht. Spielführerin Lisa Felsberger bleibt trotz Angeboten aus der Schweiz in St. Pölten. Neu ist neben Majetic auch Torfrau Tajda Tripkovic, die von den MGA Fivers aus Wien kam und Ina Halm ersetzt, die auf Leihvertrag zu Ajax Kopenhagen (Dänemark) wechselt. Tripkovic war erste Torfrau des slowenischen Jugend- und Juniorinnennationalteams und sammelte schon WHA-Erfahrung bei den Grazer Murpiraten und dem ATV TDE Trofaiach. Mit Nicole Salfinger und Bettina Schlögl rücken auch zwei Eigenbauspielerinnen in den WHA-Kader nach. Die neue Saison beginnt am 10. September mit zwei Auswärtsspielen gegen den WAT Atzgersdorf und Trofaiach. Das erste Heimspiel bestreitet das WHA-Team am 24. September, 19 Uhr, in der Prandtauerhalle. Die Union St. Pölten trifft dabei auf den Dritten der letzten Saison ZV McDonald“s Wiener Neustadt.


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