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Fakler: EU-weite Konjunkturbelebung gegen Arbeitslosigkeit nötig

Leserartikel Werner Pelz, 04.05.2015 22:00

  1 / 3   Die Vertragspartner bei der Unterzeichnung des Territorialen Beschäftigungspakts 2015, der den Arbeitsmarkt stabilisieren soll. Foto: Pelz
Die Rekordsumme von 282,5 Mio Euro werden 2015 im Rahmen des sogenannten territoriale NÖ-Beschäftigungspaktes (*) von AMS, Land NÖ und anderen Partnern investiert, um gegen die steigende Rekordarbeitslosigkeit anzukämpfen. Dabei würden 70.000 individuelle Jobhilfen vergeben, erklärt Niederösterreichs AMS-Chef Karl Fakler heute in St. Pölten. Dennoch: Trotz aller Anstrengungen sind in Niederösterreich Ende April bereits 54.955 Arbeitslose gemeldet. Das sei ein Anstieg von 13,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bundesweit sei ein 14,5-prozentiger Anstieg zu verzeichnen und insgesamt 351.985 Arbeitslose.   23.958 von den in Niederösterreich gemeldeten arbeitslosen Personen haben als höchste abgeschlossene Ausbildung nur einen Pflichtschulabschluss vorzuweisen. Deshalb habe das Land NÖ u.a. die Bildungsförderung auf 5 Mio. Euro aufgestockt, um berufsspezifische Weiterbildungskurse noch intensiver fördern zu können, meint Finanzlandesreferent und das für den Arbeitsmarkt zuständige Regierungsmitglied, Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka. Auch das erfreuliche leichte Beschäftigtenplus von 0,5 Prozent bzw. rund 3.000 Personen sei dennoch zu klein, um die steigende Zahl an Arbeitslosen von rund 6.500 Personen auf der anderen Seite ausgleichen zu können, fügt Sobotka hinzu.   Demnächst erwarte man die Ergebnisse der in Auftrag gegebenen „NÖ Arbeitslandstudie“, um regional noch zielgerichteter auf die unterschiedlichen Entwicklungen reagieren zu können. Aber: „Ohne einer nachhaltigen EU-weiten Konjunkturbelebung stoßen landes- und bundesweite Anstrengungen aber an ihre Grenzen“, fürchtet Fakler.  Blaue Kritik „Es muss – neben dem Totalversagen des Bundes – auch endlich Schluss sein mit der Showpolitik der NÖ ÖVP“, poltert FP- Landtagsabgeordnete Martin Huber. „Sogenannte Arbeitnehmervertreter wie LH-Stv. Sobotka (NÖAAB) schaffen es zwar immer wieder, sich medienträchtig zu verkaufen, was aber natürlich keinen einzigen Job schafft“, so Huber, der mit einem typisch blauen Vorschlag aufwartet: Für je fünf in einem Betrieb beschäftigte ausländische Facharbeiter solle ein Lehrplatzes verpflichtend geschaffen werden. „Ansonsten muss eine Strafsteuer eingehoben werden“, erklärt Huber.   (*) Der Territoriale Beschäftigungspakt ist eine Partnerschaft des Landes Niederösterreich mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) Niederösterreich, dem Sozialministeriumservice Niederösterreich, der Gemeindevertreterverbände, der Industriellenvereinigung Niederösterreich, der Arbeiterkammer Niederösterreich, dem Landesschulrat für Niederösterreich und der Wirtschaftskammer Niederösterreich, um zur Verbesserung der Arbeitsmarktlage in Niederösterreich beizutragen.

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