Global agieren und wettbewerbsfähig werden - Land NÖ unterstützt Unternehmen bei Digitalisierung
ST. PÖLTEN/NÖ. Anfang dieses Monats präsentierte Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav ein Maßnahmenpaket, um niederösterreichische Unternehmen bei den neuen Entwicklungen rund um Industrie 4.0 zu begleiten und zu unterstützen.

Dazu gehört auch das Projekt Enterprise 4.0, das die ecoplus Clusterinitiativen Mechatronik und Kunststoff in Kooperation mit der IVNÖ und der WKNÖ umsetzen. „Bei diesem Projekt arbeiten führende Unternehmen mit ausgewählten Forschungseinrichtungen gemeinsam an konkreten Fallbeispielen. Ziel ist ein Austrian Way of Digital Success“, erläutert Wirtschaftslandesrätin Bohuslav.
Drei Eckpfeiler
Das Kooperationsprojekt Enterprise 4.0 setzt auf ein Kompetenzdreieck bestehend aus den Eckpfeilern „Internationalisierung und globale Wettbewerbsfähigkeit“, „Entrepreneurship und Innovation“ sowie „Digitale Transformation: Industrie 4.0 – The Austrian Way of Digital Success“. Damit sollen Leitbetriebe auf ihrem Weg zum „Digital Champion“ systematisch begleitet werden. Auf Basis konkreter Fallbeispiele wird eigenes Wissen in den Betrieben aufgebaut und vertieft. Industrielle, wissenschaftliche und öffentliche Stakeholder werden zusammengebracht. Die Firmen sollen durch das Ausschöpfen der digitalen Möglichkeiten zu global agierenden und wettbewerbsfähigen Champions werden.
Herausforderungen annehmen
Bohuslav: „Im Mittelpunkt von Enterprise 4.0 stehen die Unternehmen mit ihren Anforderungen und Bedürfnissen. Sie definieren die Themen im Projekt. Daher ist es für uns besonders wichtig, dass sich möglichst viele Betriebe hier aktiv einbringen. Dadurch wissen wir immer genau, welchen Herausforderungen sich die Unternehmen aktuell stellen müssen und welche Rahmenbedingungen benötigt werden, um weiterhin erfolgreich zu sein.“
Übergeordnetes Ziel des Projekts ist eine gesamtheitliche Betrachtung des Themas Industrie 4.0 und damit einhergehend für die Projektpartner eine Umsatzrentabilitätssteigerung von fünf Prozent durch die Nutzung der digitalen Möglichkeiten innerhalb der eigenen Geschäftsprozesse.
Wissen und Methodik
Es geht um Wissensaufbau, die Identifizierung und Erarbeitung von konkreten wissenschaftlichen Frage- und Problemstellungen sowie um die Etablierung einer einheitlichen systematischen Methodik. Außerdem sollen Wirtschaft und Wissenschaft noch enger vernetzt werden – so erhalten die Betriebe auch Kontakt zu den Studierenden und damit zu möglichen prospektiven Mitarbeitern. Gleichzeitig generieren die Wissenschaftspartner aktuelle Themen.
Das Projekt richtet sich an Unternehmen der produzierenden Industrie mit hohem Wertschöpfungsanteil in Österreich und hohem Exportanteil, mit einem Umsatz ab 50 Millionen Euro oder mehr als 250 Mitarbeitern.


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