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ST. PÖLTEN. Der öffentliche Verkehr ist einer der Streitpunkte zwischen der Mehrheitspartei SPÖ und der zweitstärksten Kraft im St. Pöltner Rathaus, der örtlichen Volkspartei. Eines der immer wiederkehrenden Themen von VP-Stadtrat Markus Krempl (er weilt derzeit auf Urlaub), ist die Forderung nach Bus-Verkehr – in St. Pölten „LUP“ (*) genannt - an Sonn- und Feiertagen. Er wolle allen Bürgern ein vom eigenen Auto unabhängiges Leben in St. Pölten garantieren.

  1 / 2   Bis dato stehen 106 Wartehäuschen bei den Haltestellen, darunter ganz neue wie am Friedhof, in der Propst Teufel Straße in Pottenbrunn, in der Georg Heßl-Gasse in Viehofen oder auch in der Bimbo Binder Promenade. Für 2016 ist eine Erneuerung beziehungsweise Sanierung von weiteren 10 Wartehäuschen eingeplant, die in bewährter Weise vom Wirtschaftshof der Stadt durchgeführt wird. Foto: Vorlaufer

Hinsichtlich Busverkehr an Sonn- und Feiertagen legt sich die SPÖ seit Jahren quer. Das sei nicht finanzierbar und es bestehe kein Bedarf, so die Argumentationslinie der Bürgermeisterpartei. Außerdem gebe es neben Taxis auch günstige Abhol- und Sammeltaxis. Das Sprachrohr des Bürgermeisters, der Medienservice, der in diesen Frequency-Tagen besonderen Fleiß an den Tag legt, vermeldet die freudige Botschaft, wonach 2014 immerhin 4,8 Mio Fahrgäste „das moderne, bequeme und sichere Bussystem“ nutzten. Seitens der Stadt trage man „der steigenden Nachfrage gerne Rechnung“ und investiere laufend in „die Infrastruktur rund um die umweltfreundlichen Busse“.

„Mit rund fünf Gehminuten zu einer LUP-Haltestelle innerhalb des St. Pöltner Wohngebietes hat auch die Netzabdeckung mit derzeit 80 Prozent einen durchaus beachtlichen Wert erreicht“, heißt es aus der Schreibwerkstätte und Werbeküche des Rathauses. Vielleicht freut sich VP-Jungstadtrat Krempl, wenn er nach Hause kommt über die Investitionen. Über die von der Stadt in der Presseaussendung nicht veröffentlichten Höhe der Investitionen wird er sich als Stadtrat ja schlau machen können und damit vielleicht auch an die Öffentlichkeit gehen. Allerdings steht eines schon fest: Da auch nach wie vor in absehbarer Zeit an Sonn- und Feiertagen kein LUP-Verkehr erfolgen wird, ist es auch für Nichtinsider nicht schwer, sich als Hobbypropheten zu betätigen, und der VP-Fraktion Forderung in Sachen LUP vorherzusagen.

(*) LUP: Der öffentliche Bus wurde in Anlehnung an das Wappentier der Stadt St. Pölten, den Wolf - lateinisch „Lupos“ benannt.

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